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Weilheim wird kein Oberzentrum

Die Stadt will nicht aufgeben

Die Enttäuschung sitzt bei Bürgermeister Markus Loth tief, weil Weilheim kein Oberzentrum wird. Er will aber noch nicht aufgeben.

Landkreis – Wenn es nach dem bayerischen Kabinett geht, wird Weilheim nicht wie erträumt zu einem Oberzentrum aufgestuft (wir berichteten). In dem am Dienstag veröffentlichten Vorschlag für die Aktualisierung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) ist die Kreisstadt nicht aufgeführt. Entsprechend groß ist die Enttäuschung bei Weilheims Bürgermeister Markus Loth (BfW), der gestern Früh aus der Zeitung von den Plänen erfuhr. „Da ist eine politische Entscheidung, aber keine sachliche“, so Loth in einer ersten Reaktion. Er gönne den Orten, die Oberzentren werden sollen, dies, „aber in dieser Liga spielen wir leicht mit“. Für Weilheim würde die Aufstufung eine Anerkennung des Status quo bedeuten. Einfach abfinden werde sich die Stadt mit dieser Entscheidung nicht, „wir werden nachfassen“, so Loth. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, denn der Vorschlag des Kabinetts muss noch vom Landtag abgesegnet werden. Derzeit gibt es in ganz Bayern 30 Oberzentren. Oberzentrum zu sein, bedeutet, bessere Chancen bei der Vergabe von Einrichtungen wie Gymnasien, Krankenhäusern, Gerichten oder Finanzämtern zu haben. Sind solche Einrichtungen zu schließen, soll dies zunächst anderswo geschehen. In Oberzentren können größere Verkaufsflächen für innenstadtrelevante Sortimente zugelassen werden als in Mittelzentren.

Das Kabinett hat zudem Peißenberg, Hohenpeißenberg, Oberhausen und Altenstadt in die Rubrik „Raum mit besonderem Handlungsbedarf“ aufgenommen. Sie können auf höhere Zuschüsse bei Breitbandausbau, Regionalmanagement und regionaler Wirtschaftsförderung rechnen.

In Hohenpeißenberg wird diese Einstufung gern gesehen. „Wir sind total dankbar, dass wir da aufgenommen wurden“, sagt Bürgermeister Thomas Dorsch. Welches Kriterium dafür ausschlaggebend war, weiß er allerdings nicht. „Vielleicht, dass wir so ein zersiedeltes Dorf entlang einer Straße sind“, sagt er. Ein weiterer Grund könnte der Wegfall des Spätaussiedlerheims im Schächen 2005 sein, als „auf einen Schlag 150 bis 200 Einwohner weniger im Ort waren, was statistisch natürlich auffällt“. Auch die baldige Übernahme der Ortsdurchfahrt sei eine Herausforderung. Da käme eine Förderung gerade recht. 

gre/kma

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