Bei Echter in Weilheim wird getestet. Prokurist Andreas Weber war gestern der erste Kandidat, den Test nahm Babak Sahebi vor. Echter-Inhaber Christian Echter beobachtete die Szene.
+
Bei Echter in Weilheim wird getestet. Prokurist Andreas Weber war gestern der erste Kandidat, den Test nahm Babak Sahebi vor. Echter-Inhaber Christian Echter beobachtete die Szene.

Neues Angebot für alle

Weilheim: Zum Coronatest ins Modehaus

Corona-Teststationen werden meist von offiziellen Stellen organisiert. Seit gestern gibt es auch eine bei der Firma Echter in Weilheim. Damit soll Einkaufen im Einzelhandel weiterhin möglich gemacht werden.

Weilheim – Aus der Sicht der Einzelhändler in der Innenstadt sind die Corona-Teststationen am Stadtrand keine gute Lösung. Das findet Christian Echter, der Inhaber des Modehauses „Echter Mode“. Kein Kunde, der im Zentrum einkaufen will, würde erst auf den Volksfestplatz fahren, um dann in der Altstadt zu shoppen. Echter sieht hier einen Fehler der Politik. Der Staat würde zwar Vorschriften machen, aber nicht die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stellen. Deshalb habe er die Initiative ergriffen und auf dem Parkplatz hinter seinem Modehaus am Rathausplatz selbst eine Teststation eingerichtet, die für alle zugänglich ist. Er möchte damit dazu beitragen, dass wieder mehr Bürger in Weilheim einkaufen. Geöffnet ist die Teststation Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 17.30 Uhr und am Samstag von 10 Uhr bis 15.30 Uhr.

Wer sich testen lassen will, muss in dem weißen Zelt auf dem Parkplatz ein Formular ausfüllen, in dem er auch eine Telefonnummer angibt, sowie einen Personalausweis oder Führerschein zur Kontrolle der Identität vorlegen. Nach der Probenentnahme aus der Nase dauert es zehn Minuten, bis das Ergebnis vorliegt. Wenn dieses negativ ist, erhält die getestete Person eine Bescheinigung, die 24 Stunden lang Gültigkeit hat. „Mit dieser Bescheinigung kann man weiterhin alle Geschäfte des Einzelhandels besuchen, um einzukaufen“, so Echter-Prokurist Andreas Weber, der so verhindern möchte, das die Kunden ins Internet abwandern.

Für Bürger, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben, ist der Test laut Michaela Nelhiebel von der „Fritz Schneider GmbH“ kostenlos. Das Unternehmen aus Garmisch-Partenkirchen, das im Auftrag des Weilheimer Gesundheitsamts arbeitet, rechnet in diesem Fall die Kosten mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab. Wer nicht in Deutschland lebt, kann sich auch testen lassen, muss aber 20 Euro zahlen.

Alfred Schubert

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare