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Weilheim: Zwei weitere Tennisplätze am Narbonner Ring

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Von: Magnus Reitinger

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Auf der rot markierten Fläche sind die zusätzlichen beiden Tennisplätze geplant – zwischen bestehenden Plätzen und Birkenallee. Die von der Agenda 21 gewünschte „Biodiversitätsfläche“ kann nördlich (im Bild oben) an die neuen Plätze anschließen.
Auf der rot markierten Fläche sind die zusätzlichen beiden Tennisplätze geplant – zwischen bestehenden Plätzen und Birkenallee. Die von der Agenda 21 gewünschte „Biodiversitätsfläche“ kann nördlich (im Bild oben) an die neuen Plätze anschließen. © Grafik: Architekturbüro Klier

Der Tennis-Club Weilheim darf seine Anlage am Narbonner Ring um zwei Freispielplätze erweitern. Weilheims Bauausschuss hat der Planung am Dienstag einhellig zugestimmt – und freute sich über die Entwicklung des Vereins. Das geplante Biotop in diesem Bereich werde dadurch nicht geschmälert.

Weilheim – Der Tennissport erfreut sich in der Kreisstadt offenbar steigender Beliebtheit: Die vor fünf Jahren erbaute Tennishalle auf dem Gelände zwischen Narbonner Ring und Kranlöchl hat dem Tennis-Club (TC) Weilheim nach eigenem Bekunden „einen enormen Mitgliederzuwachs“ beschert. Dadurch gerate man im Sommer allerdings an Kapazitätsgrenzen – denn die Halle wurde in Absprache mit dem Landratsamt damals an der Stelle von zwei Freispielplätzen errichtet. Die Zahl der Tennisplätze im Freien reduzierte sich damit von elf auf neun, wie der Verein betont.

Aktuell hat der TC Weilheim Plätze in Wielenbach angemietet

Um Engpässe und größere Wartezeiten zu vermeiden, hat der TC Weilheim zwei Freiplätze beim SV Wielenbach angemietet. Das allerdings kann nach Vereinsangaben „keine Dauerlösung“ sein, weshalb nun gebeten wurde, die heimische Tennisanlage um zwei Freiplätze erweitern zu dürfen.

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Im Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates rannte der Tennis-Club mit dieser Bauanfrage offene Türen ein: Das Gremium stimmte dem Vorhaben und der dafür nötigen Änderung des Bebauungsplanes „Freizeitzentrum Narbonner Ring“ in seiner Sitzung am gestrigen Dienstag einmütig zu. Der Antrag sei unterstützenswert, die Planung sehr kompakt, so CSU-Sprecherin Marion Lunz-Schmieder. Die Stadt könne auf diese Weise „recht günstig Breitensport fördern“, betonte Horst Martin (SPD). Und 2. Bürgermeisterin Angelika Flock (CSU) sagte als Sitzungsleiterin: „Wie freuen uns, dass wir einen so erfolgreichen Verein in Weilheim haben.“

Gilt die vorgesehene Fläche etwa als Biotop?

Die beiden neuen Plätze sind südwestlich der Tennishalle geplant, zwischen bereits bestehenden Plätzen und der Birkenallee. Dabei handelt es sich um städtischen Grund, und zwar einen Teil der einstigen Natur-Minigolfanlage. Etwas Unklarheit bestand im Bauausschuss, ob das fragliche Areal aktuell als Biotop kartiert ist – laut Gerd Ratter (ÖDP) gab es bei einem Treffen eines anderen Gremiums kürzlich entsprechende Aussagen. Doch in diesem Fall würde das Landratsamt, das in das Bauverfahren einbezogen ist, „sofort Einspruch erheben“, wie Flock versicherte.

Kein Widerspruch zur Artenvielfalt

Vor einigen Monaten bereits hat die Weilheimer Agenda 21 beantragt, die städtische Wiese dort im Sinne der Artenvielfalt zu einer „Biodiversitätsfläche“ umzugestalten (wir berichteten). Doch auch dem stünden die zusätzlichen Tennisplätze nicht im Weg, wie sich der Bauausschuss einig war. Dieser Bereich könne problemlos ein wenig auf städtischem Grund nach Norden verschoben werden. „Das beißt sich nicht“, befand Rupert Pentenrieder (BfW), der Stadtratsreferent für städtisches Grün.

Dem Beschluss pro Tennisplätze wurde hinzugefügt, dass die „Biodiversitätsfläche“ nicht geschmälert werde.

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