Großalarm in Hamburg nach Explosion an S-Bahnhof

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Müllkippe am Bahnhof: Dosen, Papier und auch ein Fahrrad liegen an der alten Güterhalle und damit an der Hauptverbindung zum Bahnhof. 

Weilheimer Bahnhofsgelände

Stadt bremst Bahn aus

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Weilheim - Die Bahn möchte die ehemaligen Gleisanlagen zwischen der alten Güterhalle und der Schützenstraße als Baugrund verkaufen. Dabei hofft sie auf planerische Hilfe der Stadt. Doch die stellt sich quer. Die Stadträte sind sauer auf die Bahn, weil diese sie in vielen Angelegenheiten hängen lasse.

Das fragliche Grundstück ist rund 9500 Quadratmeter groß, erstreckt sich parallel zur Bahnlinie von der Bahnhofstraße zur Schützenstraße, und es umfasst die ehemaligen Gleisanlagen, Güterhalle und Laderampe. Das Areal, das derzeit einer wilden Müllkippe gleicht, wurde im Internet unter dem Titel „Raum für Ihre Ideen in Weilheim“ angepriesen. Die „Innenstadt- und bahnhofsnahe Fläche bietet sich optimal als Entwicklungsgrundstück an“´, stand dort geschrieben. Und weiter hieß es in der inzwischen aus dem Angebot genommenen Anzeige: „Die Stadt unterstützt eine nachhaltige Entwicklung auf dem Areal.“

Diese Rechnung hat die Bahn aber ohne die Stadt gemacht. Unter den Stadträten herrschte in der jüngsten Sitzung sehr schnell Einigkeit darüber, dass, anders als von der Bahn gewünscht, in dieser Bahnhofsecke bauleitplanerisch nichts unternommen wird. Denn: Damit würde das Grundstück aufgewertet, und Profiteur wäre die Bahn.

Weil die Bahn aber in vielen anderen Angelegenheiten in Weilheim untätig sei, hatte Bürgermeister Markus Loth bei der Entscheidung über eine Bauleitplanung „zwei Seelen“ in seiner Brust: Einerseits wäre es schön, wenn sich in dem Quartier etwas bewegt, andererseits aber zeigte sich Loth äußerst unzufrieden mit der Zusammenarbeit mit der Bahn. Eine ganze Latte von Vorhaben, bei denen die Bahn nicht mitzieht, zählte BfW-Fraktionssprecher Dr. Claus Reindl auf: Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs verzögert sich, beim Hochwasserschutz im Süden der Stadt will die Bahn sich nicht an den Kosten beteiligen, bei Grundstücksverhandlungen im Bahnhofsumfeld geht nichts weiter und beim Bahn-Halt im Süden will sie nichts zum Ausbau der Infrastruktur beitragen. Ganz zu schweigen davon, dass es keine klar zuständigen Ansprechpartner gebe.

„Es ist dreist von der Bahn“, so Horst Martin (SPD), das Grundstück zum Verkauf anzubieten, „obwohl kein Baurecht vorliegt“. „Ganz übel“ nannte Uta Orawetz (CSU) den Müll auf dem Grundstück, die Stadt sollte ihn wegräumen lassen. Davon wollte ihr Fraktionskollege Stefan Zirngibl nichts wissen. Er würde dort lieber ein Schild aufstellen mit der Aufschrift „Das ist die Müllhalde der Deutschen Bahn“. Notfalls würde er es spendieren, sagte Zirngibl.

Ideen für die Nutzung des Areals am ehemaligen so genannte Panzergleis gab es in der Vergangenheit schon viele. Pläne für ein Hotel geisterten mal durch die Köpfe, von Wohn- und Geschäftshäusern war die Rede. Passiert ist – nichts.

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