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Bislang wenig einladend: Das Umfeld des Weilheimer Bahnhofs wird komplett neu gestaltet – ein Millionenprojekt. 

Umbau für sechs Millionen Euro

Bahnhofsvorplatz wird „Aushängeschild“

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Weilheim - Großzügige Flächen, auf denen Fußgänger, Radler und Autos gleichberechtigt sind – und viele Bäume: Erste Entwürfe für die Neugestaltung des Weilheimer Bahnhofsumfeldes kamen im Bauausschuss gestern gut an. Da entstehe ein „Aushängeschild“ der Stadt. Kostenpunkt: rund sechs Millionen Euro.

 „Das wird um 180 Grad anders als jetzt“, freute sich CSU-Stadtrat Klaus Gast in der gestrigen Bauausschuss-Sitzung über die Vorentwürfe des Berliner Büros „bbz Landschaftsarchitekten“. „Wenn das umgesetzt wird“, so Gast, „ist es wirklich eine Bereicherung für Weilheim.“ Und umgesetzt werden soll es zügig – sobald die Bahn mit dem behindertengerechten Umbau des Bahnhofs fertig ist, wie „bbz“-Projektleiter Malte Stellmann sagte. Sein Büro hatte 2014 gemeinsam mit „PK Architekten“ (Berlin) den Wettbewerb zur Neugestaltung von Busbahnhof und Bahnhofsumfeld gewonnen.

Mit dem Dach für den neuen Busbahnhof nördlich des Stellwerks wird wohl Ostern 2017 begonnen, der Bereich drumherum ist dann erster Bauabschnitt fürs neue Bahnhofsumfeld und könnte Ende 2018 fertig sein. Insgesamt umfasst die Neugestaltung neben dem Vorplatz auch die Bahnhofallee und die Bahnhofstraße. Eingeplant ist (direkt am neuen Busbahnhof) ein Geh- und Radweg Richtung „Geisenhofer“- Gelände und „Edeka“. Die Autostellplätze bleiben im Wesentlichen dort, wo sie jetzt sind.

Doch der Verkehrsraum wird anders aussehen: Den gesamten Bereich vor dem Bahnhof will der Planer einheitlich gestalten, voraussichtlich mit Großsteinpflaster aus Granit; Fahrspuren sollen durch drei Zentimeter hohe Borde ausgebildet werden, doch alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sein. Die Bahnhofallee – wo durch Wegfall der Bushaltestellen Längsparkplätze, aber auch breitere Fußgängerbereiche möglich sind – soll durch Baumpflanzungen den Namen „Allee“ wieder verdienen. Und Blickfang wird vor allem ein „großes Platanendach“ aus rund 20 Bäumen östlich des Busbahnhofs sein.

Sitzbänke, Radlständer und weitere „Ausstattung“ plant Stellmann in langlebig schlichtem Design. Bisher sind Abstellflächen für 160 Räder vorgesehen (zusätzlich zu rund 250, die die Bahn selbst bietet); doch es sollen noch „wesentlich mehr“ werden, so Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt – darauf dränge die Regierung von Oberbayern, und das fördere sie auch üppig. Apropos: Auf 4,4 Millionen Euro beziffert „bbz“ die Kosten für den Umbau des Bahnhofsumfeldes – das teure Dach für den neuen Busbahnhof nicht eingerechnet. „Wir müssen also mit sechs Millionen rechnen“, so Bürgermeister Markus Loth gestern im Ausschuss. Doch erwarte die Stadt 60 Prozent Zuschüsse.

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