In Schwarz-Weiß-Optik präsentiert sich „metamorphine“ auf dem aktuellen Bandfoto: Sängerin Sandra Luszka sowie (hinten, v.l.) Gitarrist Hans Stolinka, Schlagzeuger David Bischof, Gitarrist Marius Wiedemann und Bassist Andreas Hoppe.
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In Schwarz-Weiß-Optik präsentiert sich „metamorphine“ auf dem aktuellen Bandfoto: Sängerin Sandra Luszka sowie (hinten, v.l.) Gitarrist Hans Stolinka, Schlagzeuger David Bischof, Gitarrist Marius Wiedemann und Bassist Andreas Hoppe.

Serie „Bandprobe“

Weilheimer Band „metamorphine“: Rock mit Lust am „kreativen Wandel“

  • Magnus Reitinger
    vonMagnus Reitinger
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Die Weilheimer Formation „metamorphine“ mag’s laut und melodisch.

Weilheim – Sagen wir mal so: Allzu gemütliche Musik lässt der Name dieser Band nicht vermuten. Im Wort „metamorphine“ steckt ja nicht nur die Metamorphose, die rein biologisch die Wandlung von einer Larve zum ausgewachsenen Tier beschreibt, sondern auch das Rauschgift und Schmerzmittel Morphin. Auch „Metal“ mag für manchen in dieser Wortschöpfung mitklingen.

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Die Musiker selbst erklären, der Name sei „dem kreativen Wandel der Band geschuldet“ – und ein Hinweis darauf, dass man sich „viele musikalische Exzesse vorbehalten“ wolle. Doch keine Sorge: Erste Kostproben von „metamorphine“, die im Netz zu hören und sehen sind, lassen mindestens ebenso viel Lust an satter Melodie wie an klaren Rock-Riffs erkennen. Im Zeichen der Motte („The moth“), die sich das Quintett zum Signet gewählt hat, wird hier geradeaus gerockt. Und zwar nicht etwa in Metal-Gefilden, sondern in bester Alternative-, Bluesrock- und Stoner-Rock-Manier. „Solide und straight in der Bassline, frech am Mikro, laut und melodisch an den Gitarren“, so bringt es die Band als „Selbstbeschreibung in einem Satz“ auf den Punkt.

Und dieser Sound ist keine Frage des Alters, wie die Besetzung von „metamorphine“ zeigt: An den E-Gitarren treffen sich hier der 60-jährige IT-Fachmann Hans Stolinka und der 19-jährige Chemielaborant Marius Wiedemann, das ganze Spektrum dazwischen stecken die stimmlich mit allen Wassern gewaschene Frontfrau Sandra Luszka (28, Fachverkäuferin), Schlagzeuger David Bischof (37, Elektrotechniker) und Bassist Andreas Hoppe (54, Angestellter im öffentlichen Dienst) ab.

Gegründet vor gut einem Jahr in Weilheim, rutschte die ambitionierte Formation, die durchweg eigene Kompositionen spielt, erst mal mit Vollgas in die Corona-Zeit. Auftritte sind vorerst unmöglich, doch unter soundcloud.com/meta_morph findet sich ein erster akustischer Eindruck – der starke Konzerte erwarten lässt, wenn die Pandemie solche endlich wieder zulässt. Bei www.backstagepro.de und auf YouTube gibt es auch ein viel versprechendes, hoch professionelles Video zum Slow-Tempo-Song „Leaving“. Über Neuigkeiten hält die Band unter instagram.com/metamorphine.music auf dem Laufenden.

Was man sonst noch über „metamorphine“ wissen muss, verraten die Musiker im „Bandprobe“-Fragebogen:

Wann gegründet – und warum?

Gegründet im Herbst 2019. Warum? Na, weil es einfach passte...

Was ist die Mission von „metamorphine“?

Jedenfalls kein Griff nach der Weltherrschaft. Vielmehr wollen wir an jener Sache festhalten, welche uns selbst einfach ungemein viel Spaß bereitet.

Zwischen welche Bands/Platten gehört „metamorphine“ im Plattenregal?

Wir sind vielfältig und in ständigem Wandel. Dies erschwert eine stilistische Einordnung unserer Musik. Um hier dennoch einer Zuordnung gerecht zu werden, würden wir uns in der Ecke Blues-, Stoner- und Alternative Rock wiederfinden.

Wer hört „metamorphine“ bisher?

Wir werden in den kommenden Wochen einige Songs veröffentlichen und sind umso mehr auf das Feedback gespannt.

Wer sollte „metamorphine“ unbedingt mal hören?

Wir empfehlen es natürlich jedem, hier und dort sich mal unsere Tracks zu Gemüte zu führen. Letztendlich wird für jeden was dabei sein! „metamorphine“ ist zu vielfältig, als dass es nur einem begrenztem Kreis an Hörern gefallen könnte.

Ein Song, mit dem man „metamorphine“ am besten kennenlernt?

Ganz klar... der Song „Leaving“. Hierfür wurde bereits im November ein Musikvideo abgedreht, das wir soeben veröffentlicht haben. Wir freuen uns mega darüber!

Eine Textzeile, die viel über „metamorphine“ sagt?

„You are not a victim, do you know. You are the creator of it all.“

Höhepunkt der bisherigen Karriere?

Unsere letzten zwölf Monate – rückblickend einfach alles.

Ein Werbespruch für „metamorphine“?

„The moth don’t care when he sees the flame. He might get burned, but he’s in the game“ – „Follow the moth“.

Freunde?

Möchten wir an dieser Stelle gerne alle grüßen!

Feinde?

Sind uns keine bekannt.

Wo steht „metamorphine“ in zehn Jahren?

Wenn nicht gerade auf der Bühne, dann doch zumindest in der Zeitung.

Die Serie

Unter dem Titel „Bandprobe“ stellen wir in loser Folge Bands aus der Region vor – und bitten sie um Antworten auf unseren Fragebogen. Zuletzt erschienen in dieser Reihe Berichte über „Elephalooka“, „Under Attic“, „Rough Diamonds“ und „Best Cellar R@z“.

Lesen Sie hier, wie das Kunstforum Weilheim heuer Jubiläum feiert.

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