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Nach vielen Ehrungen im Jahr 2016, als die Feuerwehr ihr 140-Jähriges feierte, gab es jetzt nur eine Auszeichnung: Elisabeth Fremmer wurde für zehn Jahre aktiven Dienst geehrt. Mit im Bild (v.l.): Franz Andrä (Vorsitzender Feuerwehr-Verein), Bürgermeister Markus Loth, Kommandant Konrad Bischel und Kreisbrandinspektor Anton Kappendobler. 

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Feuerwehr rettete 2016 zehn Menschenleben 

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Weil Weilheim eine Freiwillige Feuerwehr hat, spart sich die Stadt jährlich Personalkosten in Höhe von einer Million Euro.

Weilheim Ausgangspunkt von Bischels Berechnungen waren die insgesamt 15 665 Arbeitsstunden, die die Männer und Frauen der Weilheimer Wehr im vergangenen Jahr geleistet hatten – egal ob bei Brandeinsätzen, Lehrgängen oder Arbeiten im Gerätehaus. Die Stadt könne wegen der ehrenamtlichen Dienste auf umgerechnet neuneinhalb bezahlte Vollzeitkräfte verzichten, so der Kommandant. Auch welchen Geldbetrag jeder einzelne der fast 90 Aktiven der Stadt sparen hilft, hatte Bischel ausgerechnet: Es sind im Durchschnitt 6035 Euro.

Unabhängig vom finanziellen Wert, den die freiwillige Feuerwehr für die Stadt hat: Im Lauf des vergangenen Jahres zeigte sich immer wieder, dass die Feuerwehrleute der Allgemeinheit große Dienste erweisen. Deutlich wurde dies unter anderem bei den verschiedenen Bränden in Weilheim, bei denen 2016 insgesamt zehn Menschen gerettet wurden. Am meisten zu Buche schlug dabei laut Bischel das Feuer in einem Mehrfamilienhaus an der Steinlestraße am 11. August. Dieser habe „die umfangreichste Menschenrettung“ durch die Weilheimer Wehr seit etwa 30 Jahren ausgelöst. Sechs Personen wurden von der Wehr aus dem Gebäude geholt.

Insgesamt rückte die Feuerwehr im vergangenen Jahr 258-mal aus – weil Alarm ausgelöst worden war, aber auch zu Sicherheitswachen (vor allem im Stadttheater). Die Zahl der Fälle ging im Vergleich zu 2015 um neun zurück. Bei den Alarmen handelte es sich im vergangenen Jahr 68-mal um Fehlalarme. Aktiv war die Wehr auch immer wieder außerhalb des Stadtgebiets, so bei den Hochwassereinsätzen im Mai und im Juni in Peißenberg und Polling.

Enttäuscht zeigte sich Kommandant Bischel, weil es in den nächsten Jahren nichts mit einer Erweiterung des Gerätehauses werde. Dabei würden schon seit mehr als 15 Jahren Gespräche wegen der Erweiterung geführt. Der jetzige Zustand könne aber nicht noch zehn Jahre bleiben, so Bischel. Ein Argument dafür: Bei bestimmten Einsätzen werde es zu Verzögerungen kommen, „da Material erst vom Trifthof abgeholt werden muss“, heißt es im schriftlichen Jahresbericht der Feuerwehr.

Der Kommandant bemängelte bei der Versammlung zudem, dass die Zufahrtsregelung zum Feuerwehrgelände an der Krumpperstraße (wegen der Arbeiten auf dem ehemaligen Stadtwerke-Areal) geändert wurde. Er sieht eine erhöhte Gefahr für Unfälle mit Einsatzfahrzeugen, wie er auf Nachfrage durch die Heimatzeitung erklärte. Auch wenn er persönlich „kein leichter Verhandlungspartner“ sei, so Bischel bei der Versammlung, hätte sich die Stadt vor der Änderung mit ihm in Verbindung setzen sollen. Denn schließlich bemühe er sich, bei Problemen Lösungen zu finden. Trotz aller Kritik dankte Bischel der Stadt aber für ihre Unterstützung.

Für zehn Jahre aktiven Feuerwehr-Dienst wurde Elisabeth Fremmer geehrt. Ihre Dienstjahre hat sie in Weilheim und Pähl gesammelt.

Infos über die Feuerwehr:

Als neues Informations-Medium nutzt die Feuerwehr seit dem vergangenen Jahr das soziale Netzwerk „Facebook“. Mehr über die Wehr, die 2016 ihr 140-jähriges Bestehen feierte, ist im Internet aber auch unter www.feuerwehrweilheim.de zu erfahren.

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