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Der Sprungturm ist bereits gesperrt - aus Sicherheitsgründen.

In den Faschingsferien

Weilheimer Hallenbad schon wieder zu - Decke wird untersucht

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Das Landratsamt sperrt in den Faschingsferien das Weilheimer Hallenbad. Die Decke muss untersucht werden. Der Routine-Termin wurde vorgezogen: Im Sommer steht eine größere Sanierung bevor.

Weilheim– Badefreunde werden in den Faschingsferien vor verschlossenen Türen stehen: Das Landratsamt schließt vom 22. Februar bis einschließlich 2. März das Weilheimer Hallenbad. Ab 3. März sei die landkreiseigene Einrichtung voraussichtlich wieder geöffnet teilt die Pressestelle mit. Als Grund werden „umfangreiche Revisionsarbeiten“ genannt. Bei diesen Revisionsarbeiten handele es sich um eine „vorgezogene Untersuchung der Spannbetonträger der Decke“, präzisiert René Jakob, in der Kreiskämmerei für Organisation und Regiebetriebe zuständig, auf Nachfrage. Diese diene dazu, die Standsicherheit des Gebäudes zu überprüfen, und sei gesetzlich vorgeschrieben.

Alle drei Jahre Untersuchung

Die Spannbetonträger würden bereits seit mehreren Jahren in einem zurzeit dreijährigen Rhythmus untersucht. Zum Ersten wird nach sichtbaren Schäden geschaut. Zum Zweiten werden Proben aus dem Beton gezogen, in dem Bohrmehl dann „chemische und physikalische Prozesse im Beton“ beurteilt. Jakob betont: „Bei den bisherigen Untersuchungen wurden die notwendigen Sicherheiten und Qualitäten immer nachgewiesen.“ Allerdings schreite Alterungsprozess im Beton fort – weshalb diese Untersuchungen in bestimmten Fristen zu wiederholen seien.

Kostenschätzung bei 50.000 Euro

Die Kostenschätzung für die Trägeruntersuchung beläuft sich laut Jakob auf circa 35 000 Euro. Dazu kämen Nebenkosten für Gerüste, Hubanlagen und Baustelleneinrichtung. Insgesamt sind 50 000 Euro eingeplant.

Eigentlich liefen diese Untersuchungen immer während der Revision in den Sommerferien. Heuer zog sie das Landratsamt jedoch in den Fasching vor – in den Ferien finden weder Schulschwimmen noch Vereinsschwimmen oder Kurse statt. „Erfahrungsgemäß ist das Besucheraufkommen in dieser Zeit aufgrund der Wintersportmöglichkeiten etwas geringer“, ergänzt Jakobs. Grund für die Verlegung: Im Sommer stehen größere Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten an – unter anderem am Sprungturm und an der Wasseraufbereitungstechnik. Das hätte sonst „zu räumlichen und terminlichen Engpässen“ geführt.

Bad ist Sorgenkind

Das 48 Jahre alte Weilheimer Hallenbad ist seit Längerem ein Sorgenkind. Im September vergangenen Jahres hatte der Landkreis den Sprungturm gesperrt, dort waren Schäden im und am Stahlbeton festgestellt worden. Ebenfalls geschlossen wurde einer der drei Duschbereiche, der aus dem Jahr 1976 stammt. Die dortigen Installationen weisen Mängel auf. Zwischenzeitlich wurden unter anderem Teile der Elektrik und der Sanitärbereiche überholt, teilt Jakobs mit. Zuvor war das Hallenbad im Oktober und November 2018 geschlossen – damals gab es technische Probleme in der Wasseraufbereitungsanlage.

Neuer Sprungturm kommt

In den Sommerferien wird das Bad zur Baustelle. Laut Jakobs wird der Sprungturm abgebaut. Dieser wird nach bisheriger Planung durch einen Dreimeterturm in Fertigbauweise ersetzt. Zudem werden im Kellergeschoss Schäden an den Außenwänden beseitigt. Was an Kosten auf Landkreis zukommen, ist noch unklar. Jakobs will sich auf Nachfrage nicht aus dem Fenster lehnen: Wegen der anstehenden Ausschreibungen könne man zurzeit keine Beträge nennen. Das Landratsamt hatte im vergangenen September für einen neuen Turm samt Geländer grob mit 100 000 Euro gerechnet. Gegenüber der Heimatzeitung wurden damals für die Sanierung des alten Dusch- und Sanitärbereichs circa 150 000 Euro angesetzt.

Sanierung in Sommerferien

Die großangelegte Sanierung soll in den Sommerferien laufen. Der Schwimmbetrieb wird nicht gestört: Das Hallenbad ist traditionell während dieser Zeit für sechs Wochen geschlossen.

Lesen Sie auch: Hallenbad nach kurzzeitiger Schließung wieder offen.

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Auch zum Thema: Schäden im Weilheimer Hallenbad: Landkreis sperrt Sprungturm und Duschen.

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