+
„The Notwist“ zuhause: Micha und Markus Acher sowie Schlagzeuger Andi Haberl (v.l.) 2013 bei einem Konzert in ihrem Probenraum im Weilheimer Trifthof. 

Weilheimer Kultband  

„Notwist“ auf dem Sprung nach China

  • schließen

Sie tourten schon öfter durch die USA, gaben Konzerte in Indien und Mexiko. Aber China? Das ist eine Premiere für „The Notwist“. Im Mai spielt die Weilheimer Band in vier Megastädten im Reich der Mitte.

Weilheim – Mailand, Rom, Bologna, Turin: Wenn „The Notwist“ kommende Woche auf Italien-Tour ist, geht’s in namhafte Städte. Das ist Alltag für die international gefeierte Band, die die Brüder Markus und Micha Acher 1989 in Weilheim gegründet haben (damals noch mit Schlagzeuger Martin Messerschmidt). Dagegen betreten die Musiker nur vier Wochen später in jeder Hinsicht Neuland: Dann stehen Shenzhen, Shanghai, Chengdu und Beijing auf dem Tourplan – vier Städte in der Volksrepublik China, keine davon hat weniger als zwölf Millionen Einwohner.

„In China war noch keiner von uns“, sagt „Notwist“-Manager Florian Steinleitner aus Untersöchering, diese Auftritte seien etwas „ganz Spezielles“. Die Band freue sich, in einem „komplett anderen Kulturkreis“ zu spielen, wisse aber auch: „Das ist ein Blindflug.“ Ob genug Leute die Formation kennen, wie die Musik dort ankommt und die Stimmung sein wird – alles offene Fragen. „Notwist“-Platten sind in China bisher jedenfalls nicht erschienen (im Unterschied zu Japan, Australien und Amerika). Gebucht wurden die Weilheimer, die für die Musikpresse „der Inbegriff der deutschen Indie-Band“ sind, von einer chinesischen Agentur. Die besorgt die Arbeitsvisa und via Goethe-Institut die Flüge für eine „Notwist“-Minimalbesetzung: Fünf Musiker und ein Techniker reisen an, dreimal spielen sie in Hallen für etwa 500 Besucher, dazu kommt ein Festival-Auftritt.

Bei einigen Musikfestivals sind „The Notwist“ kommenden Sommer auch in Europa zu hören: Anfang August zum Beispiel im „Kulturzelt“ Kassel und bei „A Summer’s Tale“ in Luhmühlen bei Lüneburg. Bei Letzterem teilen Acher & Co. die Bühne unter anderem mit den „Pixies“, „Franz Ferdinand“, „Feist“, „Birdy“ und „Stereo MC’s“. Konzerte in München und Umgebung finden sich im „Notwist“-Tourplan 2017 hingegen nicht. Der „naheliegendste“ Auftrittsort ist das „Poolbar Festival“ im österreichischen Feldkirch, im Juni kommt wohl noch ein Termin in Ulm dazu.

Und: Wohl noch im Sommer 2017 ist „The Notwist“ im Fernsehen zu hören: Die Band steuert die Filmmusik zu einer Miniserie bei, die Hans-Christian Schmid für die ARD drehte. Die zunächst auf viermal 90 Minuten im „Ersten“ angelegte Reihe mit Julia Jentsch in der Hauptrolle trägt den Arbeitstitel „Das Verschwinden“. „The Notwist“ hat schon zu mehreren Filmen von Regisseur Schmid die Musik geschrieben und eingespielt. Für den Soundtrack zu „Sturm“ im Jahr 2009 gewann die Band den Deutschen Filmpreis.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Plakate am Stadtbach mussten wieder weg
In Weilheim fängt die heiße Phase des Bundestagswahlkampfes schon gut an: CSU und SPD plakatierten munter entlang des Stadtbaches in der Oberen Stadt – obwohl dies dort …
Plakate am Stadtbach mussten wieder weg
Mitglied des „Bodenpersonals“ verabschiedet
In der Pfarrei Wielenbach geht eine Ära zu Ende. Bernhard Schönmetzler war 37 Jahre Pfarrer und kehrt jetzt für den Ruhestand in seine Heimat im Allgäu zurück.
Mitglied des „Bodenpersonals“ verabschiedet
Herausforderung bestanden
Geschafft! Jürgen Kreibich (Peißenberg) und Rupert Palmberger (Oberhausen) haben die „Everest Challenge“ geschafft, und waren nach 19 Stunden, davon 15,5 Stunden reine …
Herausforderung bestanden
Schrecklicher Unfall: Kajakfahrer (65) stirbt in der Ammer
Ein tragischer Unfall hat sich auf der Ammer bei Rottenbuch ereignet. Ein 65-jähriger Kajakfahrer starb in den Fluten. Der Mann hatte sich mit dem Kopf unter Wasser in …
Schrecklicher Unfall: Kajakfahrer (65) stirbt in der Ammer

Kommentare