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„Ein magischer Ort, der mir eigentlich immer wurscht war“: Richard Oehmann (l.) und Tobi Weber am Kirchplatz. 

„Weilheimer Lesepause am Kirchplatz“  

Richard Oehmann mal lässig, mal lustig

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Nächster Teil der „Weilheimer Lesepause am Kirchplatz“ .  Diesmal begeisterte Richard Oehmann große und kleine Zuhörer mit Texten und Liedern.

Weilheim – Als Jugendlicher saß er ja nie am Kirchplatz, sondern immer an der Mariensäule und spielte mit seinen Spezln Vornamenraten: Einer rief zum Beispiel „Erwin“, und wenn sich der Vorübergehende umgedreht hat, hatte der Ratende Recht... Gut 30 Jahre später saß Richard Oehmann als Gast der „Weilheimer Lesepause“ nun endlich mal auf dem Kirchplatz, aber sein Humor hat sich kaum verändert. So erinnerte der „Doctor Döblinger“-Mitintendant bei seinem Auftritt als Autor erst mal an ein paar Leute, die er rund um den Kirchplatz so kannte – und an ihre Schrulligkeiten.

Unverändert ist seit Oehmanns Jugend auch, dass es hier drei eigenständige Buchhandlungen gibt: Sie sind „das Beste an Weilheim“, findet er heute mit Blick aus dem Erstwohnsitz München. Und sie sind mitverantwortlich für die „Lesepause am Kirchplatz“, bei der Oehmann, 1967 in Weilheim geboren, am Freitag einen lässig-lustigen Abend bot. Vor über 100 großen und kleinen, durchweg gut gelaunten Zuhörern las er aus einem fein gereimten Manuskript, das bald ein Kinderbuch werden soll: „Süßilein und Saurilein“ – mit herrlichen Schüttelreimen wie diesem: „Selbst das unförmigste Söhnlein kann für Mamis nichts als schön sein.“
Mit Gitarrist Tobi Weber sang Oehmann dann Witziges aus dem Repertoire der gemeinsamen Kinderliederkapelle „Café Unterzucker“. Der Titelsong der zweiten CD, „Bitte, Mami, hol mich ab!“, so erfuhr man da, ist vom Ferienlager auf Lindenbichl inspiriert und enthält Originalsätze eines 14-jährigen Starnbergers, der das Zeltlagerleben so unbequem fand, dass ihn die reichen Eltern nach zwei Tagen befreien mussten. Darauf ein Eulengedicht, in dem sich „München“ auf „Hühnchen“ reimt, der rotzige Rocksong „Nenn’ mich nicht mehr Häsilein!“ und das Lied von der Anti-Lope, mit der sich die Lope so schwer tut... Die nächste „Café Unterzucker“-CD, man ahnt es, wird tierisch.

Dem langen 20-Uhr-Läuten der Stadtpfarrkirche war dann zu danken, dass es statt des geplanten Schlusslieds eine Pause gab – und dann praktisch 40 Minuten Zugaben. Etwa die herrlich komische Geschichte, in der ein „junger Lärm“ die Hauptrolle spielt. Wird sie dereinst veröffentlicht, kauft man sie bitte in einer der Weilheimer Buchhandlungen, für die Oehmann am Ende auf seine spezielle Art die Werbetrommel rührte: Den Kirchplatz, meinte er, könne man ja eigentlich in „Stöppelplatz“ umbenennen – denn diesen Laden gebe es dort ja praktisch schon immer. „Und das Gögerl kann dann ja ,Zauberberg’ heißen.“

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