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Das Rathaus-Gebäude in Weilheim wurde vor 80 Jahren eingeweiht. 

Gebäude wird heute 80 Jahre alt

Das Weilheimer Rathaus feiert Geburtstag

Weilheim - Vier Rathaus-Gebäude gab es in Weilheim bislang. Das derzeitige wurde heute vor 80 Jahren  eingeweiht.

 Eine Stadt ohne Rathaus ist vielleicht wie ein „Wienerl“ ohne Senf – da fehlt was. Schon im antiken Griechenland kam der Rat in einem repräsentativen Verwaltungssitz zusammen. Das Rathaus-Gebäude in Weilheim ist bereits das Vierte – heute vor 80 Jahren wurde es eingeweiht. Das veranlasste zu einem Blick in die Weilheimer Chronik.

Die Geschichte der Rathausbauten reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Nach den Stadtbränden tagte der Rat im „gefreiten“ Haus des Stadtrichters in der Obertorgasse, der heutigen Admiral-Hipper-Straße. Vom ehemaligen Rathaus am Marienplatz blieb nur der Keller mit gemauerten Tonnengewölben erhalten. Der Umbau des Rathauses am Hauptplatz wurde 1538 fertiggestellt, als auch 300 Jahre Stadtgründung gefeiert wurden. An der Westseite hatte man damals die Katharinenkapelle, an der Ostseite einen Queranbau – wohl für den Fest- und Tanzsaal – angebaut. In dieser Form soll das Rathaus bis 1788 bestehen geblieben sein. Wegen Baufälligkeit musste es zur Zeit des frühklassizistischen „Zopfstils“ (1760 bis 1790) saniert werden, jedoch in so einem großen Umfang, dass es einem Neubau gleichkam. Lediglich das Erdgeschoss und die Türe zum ehemaligen Ratssaal im 1. Obergeschoss sind original erhalten geblieben.

Später hatte das Rathaus seinen Standort am Rathausplatz, dort, wo es auch heute vorzufinden ist. Das Alte Rathaus wurde zum Stadtmuseum. Die Stadt hatte 1935 für die Errichtung den Münchner Architekten Johann August Simbeck beauftragt. Der Sitzungssaal ist mit Stuckreliefs des Weilheimer Bildhauers Jakob Rupp verziert, Alfons Epple und Walter Bertram schufen für das 1. Obergeschoss und die nördliche Außenwand Gemälde. Die Übergabe des Neubaus fand am 15. November 1936, einem Sonntag, statt. 

Luca von Prittwitz

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