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Klare Ansage an der Parchetstraße in Weilheim. Doch die Verbindung nach Oderding ist ein beliebter Schleichweg.

Weilheim 

Kein Tempolimit für Schleichweg

An einer beliebten, aber gesperrten  Weilheimer Abkürzung wird die Polizei verstärkt kontrollieren. Ein Tempolimit gibt es für den Schleichweg  nicht.

Weilheim – Bei einer beliebten, aber verbotenen Abkürzung zwischen dem Weilheim er Westen und Oderding bleibt alles beim Alten. Der Verkehrsausschuss lehnte für diesen Schleichweg eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer im Bereich der Kreuzung an der Bahnunterführung ab. Eins allerdings ändert sich: Die Polizei wird auf der Strecke verstärkt kontrollieren.

Eigentlich ist die Verbindung zwischen der Tankenrainer Straße in Weilheim und der Dorfstraße in Oderding für den Durchgangsverkehr gesperrt, „Land- und forstwirtschaftlicher Verkehr frei“, steht unmissverständlich auf dem Verkehrsschild. Aber das juckt viele Autofahrer nicht, denn über diese Straße geht es von Weilheim schnell auf die Staatsstraße nach Peißenberg.

Doch diese Abkürzung hat Tücken, wie Irmgard Rappenglück, Anliegerin an der Straße, feststellen musste, als sie an der Kreuzung vor der Bahnunterführung am Ende der Parchetstraße einen Unfall baute. Der ging zwar glimpflich ab, doch dadurch sei ihr bewusst geworden, „wie gefährlich diese Kreuzung eigentlich ist“. Wer, von Oderding kommend, durch die Unterführung fahre, sehe erst sehr spät, ob jemand auf die Kreuzung zufährt, vor allem im Sommer, wenn das Gras hoch stehe. Dazu komme, so schrieb sie in einem Antrag an die Stadt, dass die Geschwindigkeit des Durchgangsverkehrs auf der Straße – „viel befahren, obwohl gesperrt“ – nicht den Sichtverhältnissen entspreche und vielen nicht bewusst sei, dass an der Kreuzung „rechts vor links“ gelte. Da auch viele Familien mit Kindern auf der Straße Familienausflüge unternehmen, beantragte sie „Tempo 30“ im Kreuzungsbereich an der Unterführung.

„Es gibt auf der Strecke keine Unfallhäufung“, stellte ein Vertreter der Polizei Weilheim fest, ein Tempolimit werde nicht viel bringen. Die Polizei werde aber verstärkt überprüfen, wer dort unterwegs sei, kündigte er an. „Wir sollten Schilder abbauen statt aufstellen“, stellte Klaus Gast (CSU) fest und Dr. Claus Reindl (BfW) forderte, dass auch die Regelung „rechts vor links“ beibehalten wird.

Wie die Polizei  am Rande der Sitzung sagte, liegt das Bußgeld bei unbefugtem Fahren der Straße bei 20 Euro, wer erneut dabei ertappt wird, ist mit 40 Euro dabei.

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