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Mit dem Verkauf von selbst gemachten Weihnachtskarten, Kerzen und vielen weiteren Bastelarbeiten sammelten Schülerinnen und Schüler der Realschule Weilheim 1000 Euro. Das Geld ließen sie der „Namaste-Stiftung“ der „Bolde Freunde“ zugute kommen.

Benefizaktion

Weilheimer Schule bastelt  für Nepal

Mit dem Verkauf von selbst gemachten Weihnachtskarten, Kerzen und vielen weiteren Bastelarbeiten sammelten Schülerinnen und Schüler der Realschule Weilheim 1000 Euro. Das Geld ließen sie der „Namaste-Stiftung“ der „Bolde Freunde“ zugute kommen.

Weilheim – Zur Scheckübergabe war Günther Strödel, ehemaliger Rektor der Realschule und jetziger Vorsitzender der Stiftung für Schul- und Gesundheitsprojekte in Nepal, in die Schule gekommen.

Vor den 88 Schülern der achten Klassen präsentierte er in der Aula Bilder über das Alltagsleben in der nepalesischen Region um die Siedlung Bolde, für die sich die Organisation besonders einsetzt. Bolde ist ein typisches Bergdorf, eine Streusiedlung, die sich bis auf 2000 Meter Höhe erstreckt. Auf den eindrücklichen Fotos, die Strödel von seiner diesjährigen Nepalreise mitbrachte, waren die Einwohner des Bergdorfs, das etwa 80 Kilometer von der Hauptstadt Kathmandu entfernt liegt, bei typischen Arbeiten wie der Getreideernte zu sehen. Obwohl die Männer, Frauen und Kinder auf nahezu allen Bildern lächeln, macht der Vorsitzende der Stiftung deutlich, wie mühsam und beschwerlich die Landwirtschaft vor Ort sei. Der Reis müsse in Handarbeit aus den Ähren geschlagen werden, die Erntetechnik habe sich seit Jahrhunderten nicht verändert.

„Das alles sind schöne Bilder. Gleichzeitig zeigen sie aber auch die Armut der Bevölkerung. Das ist für uns hier nur schwer vorstellbar“, erklärte Strödel. Auch die Schäden des verheerenden Erdbebens im Frühjahr 2015 wurden auf einigen Bildern sichtbar. Noch immer wohnen viele Menschen in provisorischen Unterkünften, viele Farmhäuser zeigen schwere Schäden.

Dass sich die Weilheimer Realschule für die Menschen in Nepal engagiert, ist mittlerweile zur Tradition geworden. Seit 15 Jahren sammeln Schüler mit Unterstützung der Lehrkräfte und des Sekretariats für die „Namaste-Stiftung“, um die vier Schulen in der Region um Bolde zu unterstützen.

Nachdem auch die Schulbauten beim Erdbeben beschädigt wurden und zum Teil komplett einstürzten, beteiligt sich die Stiftung bis heute am Wiederaufbau. Laut Strödel sollen die Bauprojekte, die mit Spendengeldern finanziert werden, bis zum kommenden Frühjahr abgeschlossen sein. Dann können die Schüler von übergangsweise genutzten Behelfsklassenzimmern wieder zurück in richtige Schulräume umziehen.  nema

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