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„Jetzt können wir in den Wahlkampf ziehen“, sagte Spitzenkandidat Horst Martin (vorn Mitte). Außer ihm kandidieren 14 Männer und Frauen für ein Stadtratsmandat.

Weilheimer SPD zieht mit „ausgeglichener Liste“ in den Wahlkampf

Mit 14 Mitstreitern auf der Liste zieht SPD-Bürgermeisterkandidat Horst Martin, den die Partei bereits im Mai nominiert hatte, in den Kommunalwahlkampf. 

Weilheim – Mit 14 Mitstreitern auf der Liste zieht SPD-Bürgermeisterkandidat Horst Martin, den die Partei bereits im Mai nominiert hatte, in den Kommunalwahlkampf: „Mit Genossinnen und Genossen, auf deren Kompetenz ich sehr stolz bin.“

Einstimmig hatten 30 SPD-Mitglieder bei der Aufstellungsversammlung im „Pöltner Hof“ die vom Ortsvorstand erstellte Liste ohne Änderungen angenommen. Zwei lang gediente Ratsherren werden dem neuen Gremium nicht mehr angehören: Ingo Remesch und Michael Lorbacher.

Die SPD werde „nicht in die Verlegenheit kommen“, mehr als 15 der 30 Stadtratssitze besetzen zu müssen, erläuterte Weilheims Ortsvorsitzender Dominic Streit eher scherzhaft die Anzahl der Kandidaten. Bisher ist die Partei mit vier Stadträten im Rathaus vertreten: neben den beiden Ausscheidenden mit 2. Bürgermeister Martin sowie Petra Arneth-Mangano. „Wir haben auf Qualität statt Quantität gesetzt“, sagte Streit. Die Liste repräsentiere im Hinblick auf Alter und Beruf die Vielfalt Weilheims.

Sehr zufrieden zeigte sich Streit auch damit, dass der Vorstand mit sieben Frauen und acht Männern „eine ausgeglichene Liste auch im Hinblick auf das Geschlecht“ erarbeitet habe. Die Bewerber wurden im Reißverschluss-Prinzip – auf einen Mann folgt eine Frau und wieder ein Mann – nominiert.

Auch Bürgermeisterkandidat Martin, der die Liste anführt, verwies auf die Arbeit des Vorstands im Vorfeld der Aufstellungsversammlung: „Wir haben sehr viel Gehirnschmalz investiert.“ Die Kandidaten stünden für Aufbruch, Erfahrung, Leidenschaft und die Grundwerte der Sozialdemokratie. Wenn es nach den Aussagen bei der Kandidatenvorstellung geht, dann wird es mit der künftigen SPD-Mannschaft im Rathaus keine Umfahrung der Stadt geben: „Tunnel – aber sonst nix“, brachte Helmut Vasak das auf den Punkt, was mehrere Redner forderten.

Mehrere Bewerber wollen ein „neues Denken“ bei den Verkehrskonzepten: zum Beispiel besseren öffentlicher Nahverkehr und mehr Radwege. „Es darf nicht mehr nur um den Fetisch ,Auto’ gehen“, sagte etwa Ingeborg Bias-Putzier. Auch Listenführer Martin hatte in seiner Vorstellungsrede gefordert, dass die Priorität bei den Verkehrskonzepten bei Fußgängern und Radlern liegen müsse. In fast allen Vorstellungsreden standen auch der Bau bezahlbarer Wohnungen, die Klimawende und der soziale Zusammenhalt im Vordergrund.

Nach der Abstimmung dankte Bürgermeisterkandidat Martin den SPD-Mitgliedern für das Vertrauen, die Liste so angenommen zu haben, wie sie der Vorstand vorgelegt hat: „Jetzt können wir in den Wahlkampf ziehen.“ Egal mit wie vielen Stadträten die SPD nach der Wahl im Rathaus vertreten sein wird, Remesch und Lorbacher werden der Fraktion nicht mehr angehören. Die zwei SPD-Urgesteine, die seit Jahrzehnten in dem Gremium sitzen und auf verschiedenen Posten für die Stadt tätig waren, erläuterten bei der Sitzung, dass sie freiwillig auf eine weitere Kandidatur verzichtet haben, auch um sich anderweitig mehr zu engagieren. 

Ralf Scharnitzky

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