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Großbaustelle an der Kirche St. Pölten. In unmittelbarer Nähe zu dem denkmalgeschützten Bauernhof entstehen im  ehemaligen Dietmayr-Anger an der Pollinger Straße in vier hohen Blöcken rund 80 Eigentumswohnungen, Außerdem ist ein Hotel geplant.

Weilheimer Stadtentwicklung

Boom beim Wohnungsbau

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Weilheim - Rund 500 Wohnungen in Einzel- und Doppelhäusern, aber auch in Reihenhäusern und Wohnblöcken entstehen in den nächsten Jahren in Weilheim. Die Preise für Bauland erreichen inzwischen Rekordhöhen von 700 Euro und mehr für den Quadratmeter. 

Drei Wohngebiete entstehen in Weilheim gerade: „Am Hardtfeld II“, „Am Gögerl“ und „Östlich des Prälatenwegs“. Dazu kommen Investoren-Modelle: Das eine setzt die „Wohnbau Scheurer“ im „Dietmayr-Anger“ um, das andere das „Immobilien Zentrum Oberbayern“ mit Sitz in Regensburg auf dem ehemaligen Bauhofgelände an der Singerstraße. Letzteres trägt den Namen „Leben an den Ammerauen“. An der Kanalstraße, dort wo einst der „Edeka“ war, baut ein Investor zudem ein Mehrfamilienhaus mit 28 Sozialwohnungen samt einer zweigruppigen Kindertagesstätte.

Auf Immobilienseiten gibt es bereits diverse (Grundstücks-)Angebote. So heißt es in einer Anzeige „Baugrundstück für mehrere Einfamilienhäuser in traumhafter Südlage von Weilheim, 2125 Quadratmeter, Preis auf Anfrage“. Im Stadtgespräch werden für Baugrundstücke am südlichen Stadtrand Preise von 700 Euro pro Quadratmeter und mehr genannt. Doch auch im Stadtinneren werden Bauplätze teuer gehandelt. So wird ein 528 Quadratmeter großes Grundstück für ein Einfamilien- oder Doppelhaus „Nähe Stadtmitte“ für 320 000 Euro angeboten. Ein 342-Quadratmeter- Grundstück für ein Reiheneckhaus ist für 257 000 Euro inseriert. Zum Vergleich: Beim Einheimischenmodell Unterhausen schlug der Quadratmeter mit 182 Euro zu Buche. Wer nicht selbst anpacken will, kann ein fertiges Haus kaufen. Eines wird 2017 „auf einem schönen großen Grundstück in ruhiger Lage im neuen Baugebiet ,Am Gögerl’ im Weilheimer Süden gebaut“, heißt es. Kosten (ohne Böden und Malerarbeiten): 879 000 Euro.

„Das mit den 700 Euro für den Quadratmeter haben wir auch schon gehört“, sagt Weilheims Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt. Letztlich habe die Stadt aber weder Einblick noch Einfluss auf die Preisgestaltung. Bis auf wenige Ausnahmen „sind alle Grundstücke in Privathand“, so Roppelt, die Stadt erhalte durch das Umlegungsverfahren drei Bauplätze: einen „Am Gögerl“ und zwei „Am Hardtfeld II“. Die Stadt verweist Bauinteressenten an die Grundstücksbesitzer. Sie führt dazu eine Liste mit deren Namen, die sie weitergibt.

Laut Roppelt läuft in den drei Baugebieten gerade ein Umlegungsverfahren. Das Vermessungsamt erarbeitet dabei erste Vorschläge für die Aufteilung der Areale. Roppelt zeigte sich im Gespräch mit der Heimatzeitung optimistisch, dass dies ohne größere Unstimmigkeiten über die Bühne geht: „Die ersten können Ende 2017 bauen.“

Geplant sind im Baugebiet „Östlich des Prälatenwegs II“ 42 Einzel- und acht Doppelhäuser, „Am Gögerl“ 34 Einzel- und drei Doppelhäuser sowie „Am Hardtfeld II“ (Narbonner Ring) zehn Einzel- und sieben Doppelhäuser, 15 Reihenhauseinheiten sowie zwei Mehrfamilienhäuser mit 20 Wohnungen. Für die Einzelhäuser sind in der Regel ein bis zwei Wohnungen vorgesehen, für die Doppelhäuser je zwei bis drei.

Die Investorenmodelle sind schon weiter fortgeschritten: Am „Dietmayr-Anger“ wachsen die Wohnblocks in die Höhe, wo 80 Eigentumswohnungen entstehen, Interessenten berichten von Quadratmeterpreisen um 3500 Euro. Dazu kommt ein Hotel mit 60 Betten und drei Ferienwohnungen.

Mitte 2017 rücken dann die Bagger auch an der Singerstraße an, wo 39 Häuser als Reihen-, Doppel- und Maisonettehäuser für junge Familien und 27 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entstehen werden, wobei die Zwei- bis Vierzimmer-Wohnungen zwischen 52 und 139 Quadratmeter groß werden.

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