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Neuer Dirigent für die Weilheimer Stadtkapelle: Anian Schwab (2.v.l.) mit (v.l.) Bürgermeister Markus Loth, erstem Vorstand Rainer Heinl, Ex-Dirigent Franz Haidu und zweiter Vorstand Fabian Rattei.

Offiziell vorgestellt

Weilheimer Stadtkapelle hat einen neuen Dirigenten

Es war ein Schock für die Weilheimer Stadtkapelle: Der langjährige Dirigent Franz Haidu verabschiedete sich zum Jahreswechsel. Doch jetzt geht es wieder aufwärts: Ein neuer Dirigent steht fest.

Weilheim – „Ich trete in große Fußstapfen und versuche mein bestes, die gute Tradition beizubehalten, aber auch neue Impulse zu geben“, versprach Anian Schwab, neuer Dirigent der Stadtkapelle Weilheim. Offiziell vorgestellt wurde der den rund 40 Anwesenden am Donnerstagabend bei der Jahresversammlung im Gasthaus „Oberbräu“. 

Schwab löst Franz Haidu, der 18 Jahre „musikalischer Chef der Stadtkapelle war und beim Weihnachtskonzert verabschiedet wurde, ab. „Es waren schon schockartige Momente nach der endgültigen Abschieds-Erklärung von Haidu“, so Vorstand Rainer Heinl. Nach Stellenanzeigen in der Vereinszeitung, auf Facebook und Homepage wurde Schwab aus insgesamt neun Bewerbern ausgesucht. 

Der 27-Jährige, der in Raisting zu Hause ist, studierte Trompete und machte in Mannheim seinen „Master of music“. Er leitet seit Herbst 2017 die Jugendkapelle Wielenbach, den Posauenchor der evangelischen Kirche in Penzberg, unterrichtet Schüler in Blechblasinstrumenten, gibt Solokonzerte auf der Trompete und spielt in einen Quartett. Die Stadtkapelle ist die erste große Dirigentenstelle des Profimusikers.

Ende Juni steht ein Kirchenkonzert auf dem Programm und im Oktober die „Missa Katharina“ in Zusammenarbeit Kirchenmusiker Jürgen Geiger für verstorbene Musiker geplant. „Es ist wichtig, ein Ziel zu haben, ich bin offen für jedes Ensemble und hoffe auf Vorschläge der Musiker. „Ich freue mich, mit Euch zu musizieren“, so Schwab.

Viel vor hat die Stadtkapelle mit ihren 37 aktiven Musikern unter ihrem neuen Dirigenten in 2018. Neben Starkbierfest, Josefifeier in Unterhausen, Dorffest in Oderding, Volksfesteröffnung, Französische Woche oder dem 50jährigen Bestehen des Trommlerzuges Weilheim am 28. April wird die Kapelle beim Musikfest in Peißenberg im Sommer dabei sein. Höhepunkt in 2018 wird der zweimalige Auftritt auf der „Oidn Wies'n“ in München sein, einmal in großer Besetzung und einmal mit altbairischer Besetzung. 

Viel getan wird auch für die Nachwuchsarbeit. Die elf Musiker der „Jumus“, Nachfolger der Jugendstadtkapelle, werden am 22. April im Probenraum bei einem internen Kaffeehaus-Konzert Eltern und Verwandte über ihren Leistungsstand informieren. Zu hören sein werden sie auch am 9. Juni beim Tag der Familie am Volksplatzgelände in Weilheim, so „Jumu“-Leiter Toni Reindl. Auch steht heuer ein Besuch der Narbonner in Weilheim an. „Wir müssen dann bis zu 40 Musikerinnen und Musiker unterbringen. Wir sind also heuer wieder gut ausgelastet“, so Heinl. 

Weilheims Bürgermeister Markus Loth lobte die Stadtkapelle „als hervorragenden Botschafter der Stadt“. Zur Sanierung des Probenraumes, für den 260.000 Euro veranschlagt sind und der seit geraumer Zeit ansteht, gab er zu bedenken: „Es liegt nicht an der Stadt. Das ist eine technische Frage, wir müssen uns da mit der Baustellen-Logistik abstimmen. Auch habe sich ein Feuchtigkeitsproblem ergeben. Aber wir hoffen, Anfang des neuen Jahres mit der Maßnahme beginnen zu können“.

Geehrt wurden bei der Versammlung auf Caroline Bauer für zehn Jahre Zughörigkeit zur Stadtkapelle. Für 15 Jahre aktives Musizieren wurde Florian Friedl vom Musikbund für Ober- und Niederbayern mit der Bronzemedaille ausgezeichnet.

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