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Die Schmiedstraße ist eine beliebte Einkaufsmeile in Weilheims Innenstadt. Auch dort werden am kommenden Mittwoch die Passanten befragt we rden.

Umfrage zum Thema „Einzelhandel“

Weilheims Kunden haben das Wort

Mit einer Befragung in der Fußgängerzone soll unter anderem eruiert werden, woher die Kunden der Einkaufsstadt Weilheim kommen, aber auch, was sie dort vermissen. Diese Befragung ist ein Baustein für das Einzelhandelsentwicklungskonzept, das die Stadt in Auftrag gegeben hat.

Weilheim Wo kommen Sie her? Wie sind Sie nach Weilheim gekommen? Warum sind Sie in der Innenstadt? Vermissen Sie etwas in Weilheim – und was? Wie viel Geld geben Sie bei einem Einkauf aus? Das sind Fragen, die den Kunden in der Fußgängerzone am Mittwoch, 20. Dezember, von Mitarbeitern der Firma „Cima Beratung + und Management GmbH“ gestellt werden. „Cima“ erstellt im Lauf des nächsten halben Jahres ein Konzept für die künftige Entwicklung des Einzelhandels in der ganzen Stadt. Mit der Befragung will die „Cima“ ein Stimmungsbild einfangen, das die Meinungen der rund 90 000 Menschen repräsentativ wiedergibt, die im Einzugsbereich von Weilheim leben. Die Befragung erfolgt laut Mitteilung der Stadt anonym und unterliegt dem Datenschutz.

Es gibt mehrere Gründe, warum die Stadt dieses Einzelhandelsentwicklungskonzept erstellen lässt. Einer ist, so Stefan Frenzl, Projektleiter am „Amt für Standortförderung, Kultur & Tourismus“ im Rathaus, dass immer wieder Anfragen von Firmen kommen, die sich in Weilheim mit einem großflächigen Fachmarkt oder einem größeren Geschäft niederlassen möchten. Die Stadt tue sich dann mit konkreten Antworten oft schwer, weil nicht klar sei, ob und wo in Weilheim überhaupt für diese oder jene Branche ein Bedarf bestehe. Zum anderen, so Frenzl, werden mit dem Umzug von heimischen Betrieben aus der Stadt in das neue Gewerbegebiet „Achalaich“ Flächen und Gebäude frei. Das Einhandelsentwicklungskonzept solle helfen, diese Brachen sinnvoll zu verwerten, aber auch bei Leerständen in der Stadt gezielt zu handeln. „Das ist ein Steuerungsinstrument, auch für die Bauverwaltung“. erklärt Frenzl. „Es liegt dann schwarz auf weiß vor, was wir in Weilheim brauchen und was nicht“.

Denn darin werde unter anderem festgehalten, wo es schon Versorgungsschwerpunkte gebe und welche Sortimente innenstadtrelevant seien. Im Gegensatz zu so manchem Gutachten werde dieses neue Weilheimer Konzept verbindlich, denn es werde vom Stadtrat als Richtschnur für weitere Entscheidungen verabschiedet.

Die Kosten für das Konzept belaufen sich auf 22 500 Euro. Der Zuschuss aus Mitteln der Städtebauförderung liegt bei 13 400 Euro. Da es von der Firma „Cima“ erstellt wird, die auch beim Gutachten für eine mögliche Erweiterung der Fußgängerzone mitarbeitet, müssten viele Daten nicht noch einmal erhoben werden, so Frenzl.

gre

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