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Bei der Festversammlung des „Weißen Ring“ , vorn sitzend von links: Franz Pabst, Harald Kühn, Andrea Jochner-Weiß, Horst Martin, Dr. Helga van Hüllen, Robert Kopp (Polizeipräsident Oberbayern Süd). Hinten stehend von links: Martin Huber, Manuela Kaminski, Lorenz Haser, Franziska Fiedler, Andreas Bergler, Cornelia Romeißen, Martina Scheifele. 

„Weißer Ring“ Weilheim-Schongau

Seit 30 Jahren die Opfer im Blick

Mit einem Festakt feierte der „Weiße Ring“ sein 30-jähriges Wirken im Landkreis Weilheim-Schongau. In dieser Zeit hat er rund 1100 Menschen geholfen, die Opfer einer Straftat oder eines Verbrechens wurden.

Weilheim–  Viel Lob gab es bei dem Festakt im Pfarrheim „Miteinander“ für Lorenz Haser, der seit 1997 Außenstellenleiter ist, und seine Mitstreiter für ihre ehrenamtliche Arbeit, ihren Idealismus und ihre Einsatzbereitschaft. Landrätin Andrea Jochner-Weiß betonte: „Zwar werden wir nicht alle Verbrechen verhindern können. Wichtig ist die Begleitung der Opfer, damit sie den Weg ins Leben zurück finden können. Offene Ohren stehen am Anfang der Hilfe“. Dem schloss sich auch Harald Kühn (Mdl) an. Er erinnerte auch an den Gründer der Organisation Eduard Zimmermann, der seit 1976 mit der Sendung „Aktenzeichen XY“ „vorbildliche Arbeit“ geleistet habe. „Der „Weiße Ring“ leistet einen unermesslichen Dienst mit Zeit und Zuwendung“, lobte Kühn. Für Weilheims zweiten Bürgermeister Horst Martin ist diese gesellschaftliche Initiative von größter Bedeutung. „Die Opfer sind in ihrer Not nicht allein“, so Martin.

Opfer brauchen nicht nur offene Ohren, sie brauchen eine Lobby, forderte Polizeipräsident Robert Kopp. Jede Straftat sei eine zu viel“. „Mitmenschliche Hilfe vor Ort ist das Herzstück des ,Weißen Rings’“, so Dr. Helgard van Hüllen, stellvertretende Bundesvorsitzende des „Weißen Rings“. Sie nannte auch einige Daten: So gab es 1991 die erste Außenstelle in den neuen Bundesländern, in Chemnitz, 1997 ging der „Weiße Ring“ online, seit 2017 gibt es eine Kampagne, die sich an Männer wendet, die Opfer von Gewalt geworden sind. Die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene werde immer wichtiger, da die EU mehr Rechte bekommen habe. „Opfer in allen Ländern der EU brauchen Unterstützung“, so van Hüllen. Angesprochen wurde von allen Rednern auch die Prävention, die nur geleistet werden kann, wenn dafür die Mittel vorhanden sind. So ist der Verein für Spenden dankbar.

Haser bedankte sich bei allen Rednern und vor allem bei seinen sieben ehrenamtlichen Mitstreitern mit einem Blumenstrauß. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von den Mitgliedern des Jugendsinfonieorchesters des Welfengymnasiums Schongau und der Musikschule Pfaffenwinkel unter Leitung von Matthias Utz.

Der „Weiße Ring“ zählt derzeit bundesweit 50 000 Mitglieder und betreut in 420 Außenstellen Opfer von Straftaten. Im Landkreis Weilheim-Schongau sind sieben Ehrenamtliche tätig. Pro Jahr werden rund 60 Personen betreut, seit Bestehen der Außenstelle waren es rund 1100 Personen, 25 Prozent erhalten finanzielle Unterstützung.

Kontakt

Wer sich für die Arbeit des „Weißen Rings“ interessiert oder Opfer einer Straftat geworden ist, kann sich an Lorenz Haser, Telefon 0151/551 64 796 oder an das Landesbüro in Mertingen, Tel. 09078/89 494 oder E-mail lbbayernsued@weisser-ring.de wenden. Das bundesweite Opfer-Telefon hat die Nummer 116 006.

Inge Beutler

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