Wann geht’s weiter? Der ASV Eglfing (in gelben Trikots, hier im Spiel gegen Unterammergau) hat sich im Ligapokal der Kreisklasse für die K.o-Runde qualifiziert. Das Heimspiel gegen Hohenpeißenberg wurde jetzt aber verschoben.
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Wann geht’s weiter? Der ASV Eglfing (in gelben Trikots, hier im Spiel gegen Unterammergau) hat sich für die K.o-Runde qualifiziert. Das Heimspiel gegen Hohenpeißenberg wurde jetzt aber verschoben.

Fußball: Wegen Lockdown-Verlängerung wird erste K.o.-Runde im Ligapokal verschoben

Vereine weiter im Winterschlaf

  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Corona hängt weiter wie eine dunkle Wolke über dem Fußball im Landkreis. Mit dem Start der K.o.-Runde im Ligapokal wird‘s erst einmal nichts.

Landkreis – Die Aussichten für die Amateurfußballer in der Region, die zum Teil Ende Januar mit der Vorbereitung beginnen wollten, sind angesichts des jetzt auf Mitte Februar verlängerten Lockdowns mittlerweile noch eine Spur trister geworden. Das bedeutet: Sie können oder müssen – je nach Betrachtungsweise – ihren Winterschlaf fortsetzen. Wie und wann es weitergehen kann, weiß auch beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV) keiner. „Wir sind leider nicht Herr der Dinge“, erklärt Verbandsspielleiter Josef Janker.

Es bringt nichts, jetzt etwas zu beschließen. Wir stochern ja weiter im Nebel

Fabian Frühwirth, Pressesprecher des BFV

Auch eine BFV-Vorstandsitzung förderte brachte nichts wirklich Neues und Konkretes zu Tage. „Es bringt nichts, jetzt etwas zu beschließen. Wir stochern ja weiter im Nebel“, sagt BFV-Pressesprecher Fabian Frühwirth. Bestimmte Punkte, wie etwa den umstrittenen „Corona-Paragraphen“, der es Vereinen ermöglicht, schon im Verdachtsfall ein Spiel auch kurzfristig abzusagen, wurden diskutiert – zu Entscheidungen konnte sich das Gremium aber nicht durchringen. „Das macht erst Sinn, wenn wir die Rahmenbedingungen kennen und wissen, wie und wann es weitergeht“, ergänzt Frühwirth.

Fußball: Termin für Start steht noch in den Sternen

Klar ist immerhin, dass der Lockdown noch bis mindestens 14. Februar dauern wird, wobei eine weitere Verlängerung nicht ausgeschlossen ist. Bundeskanzlerin Angela Merkel brachte bereits einen Lockdown bis Ostern ins Spiel. Dennoch will der Verband umgehend Kontakt mit dem für den Sport zuständigen Bundes-Innenministerium aufnehmen, um etwaige Lockerungen auszuloten, sofern es die Pandemie-Lage hergeben sollte. Die Hoffnung ist, dass der Sport der Kultur gleichgestellt bleibt und wieder starten kann, sobald die Zahlen dies zulassen. Wann das der Fall sein wird, steht aber noch in den Sternen. Fest steht nur: Je länger die Einschränkungen andauern, desto geringer werden die Chancen, die Saison wie geplant zu Ende zu spielen. Da die geordnete Beendigung der Liga-Saison beim BFV Priorität genießt, wird das Eis für den zweitrangigen Ligapokal dünner. Freie Spieltermine gibt es zunehmend weniger, schließlich stehen in den Ligen teils noch bis zu zehn Spieltage für einzelne Mannschaften aus. Und sollte die Fußball-Europameisterschaft im Sommer tatsächlich stattfinden, müssen aufgrund der Durchgängigkeit von Auf- und Abstieg in den Ligen samt Relegationen auch im Amateurbereich die Saisons rechtzeitig beendet werden. Eine Ausdehnung der regulären Spielzeit beispielsweise bis Juli ist daher kaum möglich.

Wie es insgesamt mit dem Ligapokal dann weitergeht, kann ich nicht sagen.

Heinz Eckl, Spielleiter Kreis Zugspitze

Um etwas Druck aus dem Kessel zu nehmen und den Terminplan zu entschlacken, hat der Verband jetzt beschlossen die erste K.o.-Runde im Ligapokal, die für das Wochenende 6./7. März geplant war, abzusetzen. „Wie es insgesamt mit dem Ligapokal dann weitergeht, kann ich nicht sagen. Man muss abwarten, was generell passiert, wie lange der Lockdown dauert, was die Staatsregierung entscheidet und wann die Freigaben kommen“, sagt Kreisspielleiter Heinz Eckl. „Das war mir eigentlich schon im Dezember beim Blick auf die Zahlen klar, dass es so kommt. Ich sehe auch die Liga in Gefahr“, so Alex Sanktjohanser. Der Trainer des Kreisklassisten TSV Hohenpeißenberg ist insgesamt pessimistisch gestimmt, was den Spielbetrieb betrifft.

Derart negativ will beim BFV keiner die Lage beurteilen, auch wenn man um die Schwierigkeiten weiß. Sollte der Ball Ende März wieder rollen, sieht Verbandsspielleiter Janker gute Chancen, das Programm noch einigermaßen durchziehen zu können. „Wobei das für alle Beteiligten eine enorme Herausforderung wird“, räumt er ein.

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