Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

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Alle erlegt: Zahlreiche Trophäen waren in der Stadthalle zu sehen.

Schäden in der Landwirtschaft

Wildschweine bereiten große Probleme

Die „Schwarzkittel“ sind bei den Landwirten nicht gut gelitten, wie bei der Hegeschau deutlich wurde. Die Jäger kritisierten zudem die Ansiedlung von Bär, Luchs und Wolf.

Weilheim – „Fakt ist, dass wir ein Problem mit dem Schwarzwild haben.“ Das stellte der Vertreter der Unteren Jagdbehörde Helmut Stork bei der Hegeschau fest, zu der am Samstag knapp 200 Jäger in die Stadthalle gekommen waren. Im Wirtschaftsjahr 2013/14 seien 219 Stück Schwarzwild erlegt worden, in den Folgejahren waren es 294 Stück und 432 Stück. Heuer sind es laut Zwischenmeldung vom 15. Januar 301 Stück. Die meisten Wildschweine – 63 Stück – wurden in der Hegegemeinschaft Weilheim erlegt, Im weiter westlichen Bernbeuren waren es nur sieben. „Die Schäden in der Landwirtschaft sind da“, so Stork, und das Problem könne man nur in den Griff bekommen, „wenn alle gut zusammenarbeiten.“

Unterstützung bekam Stork von Harald Kühn zugesagt. „Da ist ein Problem im Anwachsen, bei dem  man sich um gemeinsame Lösungen bemühen muss“, so der Landtagsabgeordnete. Die Jäger dürften nicht allein gelassen werden.

Bei der Planerfüllung zum Abschuss von Rehwild liegt die Hegegemeinschaft Penzberg laut Stork mit 95 Prozent vorne. Die drei letzten Plätze belegen die Hegegemeinschaften Weilheim (77 Prozent), Bernbeuren und Peiting (beide 78 Prozent). Die anderen sieben Hegegemeinschaften im Landkreis Weilheim-Schongau erfüllen den Plan zu 80 bis 85 Prozent. Im Durchschnitt ist der Abschuss zu 82,5 Prozent erledigt, so Stork. Er appellierte an die Jäger, dem Abschuss vollständig nachzukommen.

Stork ging auch auf das Problem der so genannten Notzeit und der Fütterung des Rehwilds in diesem Zeitraum ein. Das Thema hatte im Januar für Aufregung gesorgt. Stork bat die Jäger, die von seiner Behörde aufgestellten Regeln zu beachten. Dazu gehöre, dass nur das in den Vorgaben festgelegte Futter ausgebracht werden darf. Auf Kraftfutter sollte unbedingt verzichtet werden, „da dies weder sinnvoll noch nötig ist.“

Kritik übte Florian Pfütze an der Wiederansiedlung von Wildtieren wie Biber, Bär, Luchs und Wolf. Er sieht darin ein Problem für die Landwirtschaft, insbesondere für die Weidehaltung. Nicht zufrieden ist der Vorsitzende des Kreisjagdverbands auch mit der Kennzeichnung der Trophäen der Bayerischen Staatsforsten. Alle Trophäen sollten mit dem vom Landratsamt empfohlenen Anhängeschild gekennzeichnet werden, auf dem alle vorgesehenen Angaben gemacht werden. Eine personelle Veränderung gibt es beim Jagdbeirat. Nachdem Amtsleiter Markus Schmorell in Ruhestand gegangen ist, wird das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten jetzt von Martin Kainz vertreten. Kainz, der die neue Fütterungsrichtlinie, die den Wald vor Verbiss schützen soll, begrüßt, sieht den Wald gleich mehrfach in Gefahr. Nachdem sich die Verbiss-Situation 2015 entspannt habe, habe es schwere Sturmschäden gegeben, in deren Folge sich der Borkenkäfer stark vermehrt. Die Aufgabe der Jagd sieht er darin, ein Gleichgewicht zwischen Wild und Wald herzustellen.

Alfred Schubert

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