Fünf Standorte   

Wohin mit den Fahrrädern in der Altstadt?

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Die Stadt Weilheim will an fünf Standorten Metallbügel für Fahrräder installieren.  Um das Material dafür wurde im Bauausschuss diskutiert.

Weilheim – Die Stadt schafft weitere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Altstadt: Auf Antrag der „Bürger für Weilheim“ (BfW) hat der Bauausschuss des Stadtrates in seiner März-Sitzung beschlossen, an fünf Stellen in und um die Fußgängerzone insgesamt rund 30 zusätzliche Metallbügel zu installieren. Neu sind Standorte an der Pöltnerstraße (auf Höhe „Stöppel“), am Tor zum Unteren Graben bei der Musikschule und an der Ecke Cavaliergasse/Unterer Graben (im Grünstreifen Richtung Stadtbücherei).

Außerdem soll vor dem Höck-Haus in der Pöltnerstraße die wenig praktische Spirale durch sechs bis acht Bügel ersetzt werden. Und sechs weitere Bügel sollen in der Schmiedstraße vor „K+L Ruppert“ Platz finden – zur Hälfte so montiert, dass sie leicht wieder abgebaut werden können, wenn es dort zum Beispiel durch Verkaufshütten im Advent zu eng wird.

Während Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt gerade zusätzliche Radständer in der

„Wir wollen das Radfahren in Weilheim fördern und dazu gehören auch geeignete Abstellmöglichkeiten.“

(Dr. Claus Reindl,

BfW-Sprecher)

Schmiedstraße „sehr sinnvoll“ findet, weil sie dort besonders gut angenommen würden, sprach sich CSU-Stadtrat Klaus Gast dagegen aus: Er warnte vor „zu viel Blechlawine in der Fußgängerzone“. Und am Torbogen bei der Musikschule würden die Bügel nach Gasts Ansicht das historische Ambiente stören. Die Mehrheit war aber für Radständer auch an diesen beiden Stellen.

Optisch und platzmäßig sei das „immer eine sensible Sache im Altstadtbereich“, räumte BfW-Sprecher Dr. Claus Reindl ein. „Aber wir wollen das Radfahren in Weilheim fördern, und dazu gehören auch geeignete Abstellmöglichkeiten“, so Reindl, der auch Verkehrsreferent des Stadtrats ist.

Abgelehnt hat der Bauausschuss einen Antrag des früheren Stadtrats Dr. Ulf Knabe: Er bat, künftig andere Metallbügel zu verwenden, weil das bisherige, recht scharfkantige Modell den Lack der Fahrräder beschädige und auch an den Bügeln selbst der Lack abblättere – was in der Altstadt ein unschönes Bild sei.

„Da würde nur Edelstahl wirklich helfen“, sagte CSU-Stadtrat Stefan Zirngibl, der selbst eine Bau- und Kunstschlosserei betreibt. Edelstahlbügel wären allerdings „ein anderes System mit einer ganz anderen Optik“ und auch wesentlich teurer.

Wie Zirngibl riet auch Bürgermeister Markus Loth (BfW) davon ab, jetzt ein anderes Modell zu verwenden: Bauausschuss und Stadtrat hätten im Jahr 2006 „lange darüber diskutiert“, welche Materialien man bei der „Möblierung“ der Weilheimer Altstadt verwenden solle. Man wolle nun „kein Mischmasch“.

Die Metallbügel für Fahrräder durch Edelstahlbügel zu ersetzen, sei jedoch viel zu teuer, die Kosten lägen „im sechsstelligen Bereich“, so der Bürgermeister. Wo die Metallbügel über die Jahre schon arg gelitten hätten, so hieß es im Bauausschuss, solle sie der Bauhof nach und nach „überarbeiten“.   

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