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Der Bauhof ist 2015 ausgezogen, nun soll das Areal für Wohnbebauung genutzt werden. 

singer- und kanalstraße

Wohnen auf dem Bauhofgelände

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Weilheim - Die Stadt plant Doppel- und Reihenhäuser sowie einen Wohnblock auf dem ehemaligen Bauhofgelände. Der Bebauungsplan soll  heuer kommen.

Es ist viel passiert an der Kanalstraße in Weilheim. Der „Edeka“-Markt, früher als „Krone“-Center bekannt, zog in einen Neubau an der Wessobrunner Straße um, der benachbarte städtische Bauhof, der inzwischen als Betriebshof der Stadtwerke fungiert, hat sein Quartier seit Herbst vergangenen Jahres im Osten der Stadt, an der Deutenhausener Straße. Und auch die großen Pappeln wurden gefällt. Nun stehen die Zeichen für das nördlich des Volksfestplatzes gelegene Areal auf Wohnbebauung.

Nach Plänen der Stadt werden auf dem insgesamt rund 1,6 Hektar großen Gelände rund 80 Wohnungen entstehen, darunter auch preisgünstige für weniger betuchte Weilheimer. Doch so einfach ist die Angelegenheit nicht, denn das Areal zerfällt in zwei etwa gleich große Grundstücke mit zwei verschiedenen Besitzern.

Das eine, das ehemalige Bauhofgrundstück an der Singer-/Kanalstraße, hatte die Stadt zum Verkauf ausgeschrieben, und inzwischen hat sie es auch an einen privaten Investor verkauft. 4,25 Millionen Euro will sie aus diesem Verkauf erlösen, um ihren Anteil am Neubau der Stadtwerke zu finanzieren. Das zweite Grundstück, das auf dem die leeren Hallen des alten „Edeka“ stehen, gehört der Notarkasse.

Zerschlagen haben sich inzwischen die Pläne, die Planungen für beide Grundstücke gemeinsam vorzunehmen. Und so ging es bei der Öffentlichkeitsbeteiligung unlängst im Rathaus zum einen nur um das ehemalige Bauhof-Grundstück, zum anderen auch nur um eine erste Stufe, nämlich das Festlegen eines allgemeinen Wohngebiets im Flächennutzungsplan. Es war eine knappe Handvoll von Bürgern gekommen, und die erfuhren auf ihre Fragen hin von Stefan Kirchmayer vom Bauamt und von Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt, dass in einem solchen allgemeinen Wohngebiet auch Läden von Metzgern und Bäckern zulässig seien.

Aufgeworfen wurde auch die Frage, inwieweit der Betrieb des Volksfestes von der neuen Wohnbebauung beeinträchtigt werde könne. Laut Roppelt wird zum Schutz der Bewohner der neuen Siedlung aus Reihen- und Doppelhäusern auf dem städtischen Areal an der Kanalstraße ein Wohnblock mit entsprechendem Schallschutz gebaut, so dass es keine Probleme geben dürfte.

Eine Anwohnerin sagte dazu am Rande des Termins, dass der Lärm vom Volksfest nicht mehr lästig sei, seit die Fahrgeschäfte und Buden anders platziert werden. Die Pläne für das Areal sehen auf dem ehemaligen Bauhof-Grundstück den Bau von 30 Wohneinheiten in Doppel- und Reihenhäusern sowie von rund 20 bis 25 Wohnungen in einem Wohnblock vor. Auf dem Grundstück der Notarkasse sollen zwischen 20 und 27 Wohnungen für einkommensschwache Menschen in Geschosswohnungsbau entstehen, von der Ein-Zimmer- bis zur Fünf-Zimmer-Wohnung. Zudem hätte die Stadt dort gern eine Kindertagesstätte.

Wenn alles glatt läuft, könnte der Bebauungsplan im ersten Halbjahr 2016 über die Bühne gehen.

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