Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

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Radfahrer geben den Ton an, zumindest auf dem Schild: Die Schöffelhuberstraße ist Fahrradstraße.  

Stadtgebiet Weilheim

Zahl der Radunfälle ist erneut gestiegen

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Die Zahl der Verkehrsunfälle ging vergangenes Jahr leicht zurück. Der Anteil derer mit Radfahrern stieg aber erneut stark an. 16 Menschen wurden dabei in Weilheim schwer verletzt.

Weilheim – Der Trend ist nicht zu übersehen. Wie ein Blick in die Statistik zeigt, passieren im Stadtgebiet von Weilheim Jahr für Jahr mehr Radunfälle. 2013 waren es 39, 2014 waren es 44, 2015 waren es 53 und im vergangenen Jahr 56. Die Zahl der Verletzten stieg von 36 (2013) auf 47 (2016). 16 Radler wurden, wie Weilheims Polizeichef Harald Bauer in der Maisitzung des Stadtrates sagte, schwer verletzt. Auffallend ist laut Bauer, dass die Zahl der Radunfälle trotz verschiedener Präventionsaktionen weiter steigt. Eine dieser Aktionen ist „Geh weida, steig ab!“ von Stadt, Polizei und Kreisverkehrswach.

Dass mehr Radunfälle passieren, hängt sicher damit zusammen, dass immer mehr Menschen in der Stadt radeln, so Bauer. Doch Stadtrat Dr. Claus Reindl (BfW), Verkehrsreferent des Stadtrates, sah noch einen anderen Grund. Es liege auch an der man

gelnden Disziplin vieler Verkehrsteilnehmer, stellte er fest. Auf die Frage von Reindls Fraktionskollegen Jochen Knittel, ob Fahrradstraßen sinnvoll seien, sagte Bauer klar: „Wir sehen die Fahrradstraßen sehr kritisch“. Wie berichtet, hält die Polizei schon seit Jahren wenig von dieser Einrichtung. Als vor über zwei Jahren die Schöffelhuberstraße Fahrradstraße wurde, hieß es seitens der Polizei, dass in einer Fahrradstraße der Radverkehr „der vorherrschende Verkehr“ sein müsse. So lange dazu keine verlässlichen Zahlen vorlägen, könne die Polizei ihr Einvernehmen zu weiteren Fahrradstraßen nicht erteilen.

Fahrradstraßen gibt es in Weilheim inzwischen mehrere: Wie Ordnungsamtschef Andreas Wunder gestern auf Nachfrage der Heimatzeitung sagte, ist die Verbindung von der Färbergasse zur Geistbühelstraße als Fahrradstraße ausgewiesen. Fahrradstraßen sind auch ein Teil der Straße Am Betberg, die Schöffelhuberstraße/Karl-Böhaimb-Straße (als Parallel-Verbindung zur B 2) und der Prälatenweg. Damit dürfte das Potenzial aktuell aber erschöpft sein, denn Grundvoraussetzung für das Ausweisen einer solchen Straße sei, dass der Radverkehr dort gebündelt werden könne. so Wunder.

Zwei Unfälle pro Tag in der Stadt

Insgesamt passierten 2016 in Weilheim jeden Tag im Durchschnitt zwei Verkehrsunfälle, insgesamt waren es 861 (2015: 890). 122 Menschen wurden dabei verletzt (2015: 132). Leicht zurückgegangen ist die Zahl der Unfallfluchten: von 274 (2015) auf 245. „93 Fälle davon konnten aufgeklärt werden“, so Bauer. Besondere Unfallschwerpunkte, an denen beispielsweise baulich etwas verändert werde müsste, gibt es laut Bauer nicht.

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