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Koffer und Leitern, dafür ist die Weilheimer Firma „Zarges“ weithin bekannt. 

Verkauf an Konkurrenten geplant 

„Zarges“ wird amerikanisch

Bislang ist es nur eine schriftliche Vereinbarung, denn es fehlt noch die Zustimmung der Kartellbehörden. Doch es gilt als sicher, dass die Weilheimer Traditionsfirma an einen amerikanischen Konzern verkauft wird. 

Weilheim – Der Verkauf der „Zarges-Gruppe“ soll  an die amerikanische Firma „WernerCo“  erfolgen. „WernerCo“ mit rund 3000 Mitarbeitern ist ein international tätiger Anbieter von Steigtechnik, Absturzsicherungen sowie Aufbewahrungsbehältern für die Bauindustrie. Er ist in USA, Australien, Kanada, China, Mexiko Vietnam und England tätig. Hauptsitz ist in Schaffhausen (Schweiz), die US-Zentrale befindet sich in Greenville (Pennsylvania). „80 Prozent seines Umsatzes macht ,WernerCo’ in den USA“, so Tom Kaiser, seit 2012 Vorsitzender der Geschäftsführung der Firma „Zarges“

Die 1933 in Stuttgart gegründete und seit 1938 in Weilheim ansässige Firma „Zarges“ ist vor allem für ihre Koffer und Leitern aus Aluminium bekannt, fertigt aber auch Teile für die Luftfahrt und Windkraftanlagen. Insgesamt hat „Zarges“ in seinen Werken

Weilheim, Dresden und Kecskemét (Ungarn) rund 700 Mitarbeiter, 380 davon in Weilheim.

Eigentümer von „Zarges“ ist der Finanzinvestor „Granville Baird Capital Partners“. „WernerCo“ gehört seit dem 25. Juli dieses Jahres dem Finanzinvestor „Triton“, einer Frankfurter Gesellschaft. Am 16. Oktober wurde die Vereinbarung mit „Zarges“ getroffen. Solche Verkäufe seien „natürliche Prozesse“, so Kaiser über das internationale Finanzgebaren.

Laut Kaiser ist der Verkauf für „Zarges“ eine „sehr positive Geschichte“, er biete eine „sehr gute Ergänzung“, auch weil sich neue Exportmöglichkeiten ergäben. Auf den Standort Weilheim habe der Verkauf keine Auswirkungen. „Wir bleiben die bekannte ,Zarges GmbH’“, so Kaiser. Auch die Belegschaft ist seinen Worten nach „nicht beunruhigt“. Der Betriebsrat sei eine Stunde nach Unterzeichnen der Vereinbarung unterrichtet worden, die Belegschaft am Tag darauf.

Über den Kaufpreis und weitere Einzelheiten der Transaktion haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart.

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