Stadt stellt Bebauungsplan-Verfahren ein

"Alles auf null" am Hochufer

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Weilheim - In Sachen "Zaska"-Grundstück hat es eine überraschende Wende gegeben:  Das Bauverfahren wird eingestellt.

Überraschende Wende bezüglich der umstrittenen Neubaupläne für das „Zaska“-Grundstück am Hochufer: Der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates hat gestern einstimmig beschlossen, das Bebauungsplan-Verfahren „Am Hochufer – Süd“ einzustellen. Ehe der Plan neu aufgelegt werde, so Bürgermeister Markus Loth (BfW) in der gestrigen Sitzung, müsse es Gespräche mit allen Beteiligten geben.

Anlass für diese Entscheidung waren die Einwände im Rahmen der vor neun Wochen begonnenen Öffentlichkeitsbeteiligung. Wie berichtet, gab es bei einer Anliegerversammlung im Februar bereits heftige Kritik an den Neubauplänen: Für die geplanten, übers gesamte Gelände verteilten Häuser, so hieß es, müssten die meisten großen Bäume auf dem „als Landschaftspark“ angelegten Grundstück weichen. Nun folgten zahlreiche „erhebliche Stellungnahmen“ (Zitat Manfred Stork, Chef der Bauverwaltung im Rathaus) von Fachbehörden. „Die sind alle sehr kritisch, was den Bebauungsplan betrifft“, fasste Bürgermeister Loth zusammen.

Was genau bemängelt wird, lag den Ausschuss-Mitgliedern schriftlich vor, wurde aufgrund des Rückziehers aber gar nicht mehr öffentlich verhandelt. Es geht wohl vor allem um die starken Eingriffe in die Topographie des über dem Paradeis gelegenen Geländes.

„Die Topographie müsste komplett umgekrempelt werden“, sagte in der gestrigen Sitzung BfW-Sprecher Dr. Claus Reindl: Problematisch seien vor allem die geplanten Häuser in der Talsenke und die Grundstückserschließung. „Das kommt uns entgegen, wenn man den Bebauungsplan nochmal auf null stellt und neu anfängt“, so Reindl. Grünen-Vertreter Alfred Honisch warb ebenso für die Einstellung, wobei für ihn vor allem die Ablehnung der Anlieger maßgeblich sei. „Wir sollten hier noch einmal von vorne beginnen und überlegen, wie es funktioniert, dass auch die Nachbarn einverstanden sind“, meinte auch Stefan Zirngibl (CSU).

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