„zaska“-grundstück  

„Besser, als wenn alles plattgemacht wird“

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Weilheim- Nun geht es doch weiter mit dem Bebauungsplan „Am Hochufer – Süd“. Die Stadt will  das Verfahren nun doch fortführen.

 Im April hatte Weilheims Bauausschuss das wegen der umstrittenen der Neubaupläne für das baumreiche „Zaska“- Grundstück begonnene Verfahren einstimmig auf Eis gelegt (wir berichteten) – doch das Landratsamt drängt darauf, den Bebauungsplan weiterzuführen. In einem Gespräch Ende Mai habe die Kreis-Behörde deutlich gemacht, dass die Stadt „bauleitplanerisch tätig bleiben“ müsse, berichtete Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus, in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung. Andernfalls hätte der Bauwerber mangels Baumschutzverordnung die Möglichkeit, „alle Bäume sofort zu fällen“.

Für die vorliegenden Neubaupläne – die bei einer Anliegerversammlung im Februar heftig kritisiert wurden – würden zwar Bäume gefällt, erklärte Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt, „aber es bleibt auch ein Teil erhalten“. Das sei „wohl besser, als wenn es ein anderer Investor einfach plattmacht“. Doch Grünen-Sprecher Alfred Honisch blieb skeptisch: Es sei „fast schon abehbar, dass es am Ende wieder heißt: Die Bäume waren leider nicht zu sichern und müssen jetzt doch weg.“

BfW-Stadträtin Brigitte Holeczek sähe lieber „einen größeren Riegel an der Straße“ und dafür ein Haus weniger unten im Garten. Doch die Stadtbaumeisterin war anderer Meinung: Die vorliegende Planung mit „kleinteiliger, punktueller Bebauung“ sei „die verträglichste Lösung“, sagte Roppelt – und verwies darauf, dass das Landratsamt „in dieser Bahnhofsnähe“ insgesamt „viel mehr Nachverdichtung“ zulassen würde.

Letztlich votierte die Ausschuss-Mehrheit dafür, den Bebauungsplan wie begonnen fortzuführen – gegen die Stimmen von Holeczek, Honisch und SPD-Vertreter Gerhard Trautinger. Kommenden Donnerstag, 23. Juni, steht das Thema erneut auf der Tagesordnung des Stadtrats.

Die Stadtratssitzung

am Donnerstag, 23. Juni, beginnt um 19 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses.

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