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Viel Arbeit hatten die Techniker beim „Repair-Café“. 

Zwei Jahre „Repair-Café“ in Weilheim  

Ein Service, der immer mehr ankommt

Einen Beitrag leisten gegen den allgemeinen Wegwerfwahn: Das wollte Monika Welchert-Schlech. Und so  startete sie  vor zwei Jahren in Weilheim das Repair-Café im Mütter- und Familienzentrum.

Weilheim– Dass dieser Denkansatz von immer mehr Bürgern geteilt und positiv aufgenommen wird, zeigte der jüngste Repair-Samstag. In kürzester Zeit füllten sich der Flur und die drei Räume, die für Café, Reparaturbetrieb und Spielzimmer für Kinder zur Verfügung stehen. Elektrotechniker Andreas Hösle, einer der rund ein Dutzend freiwilligen Helfer, die ihr Wissen und ihre Arbeitskraft jeden dritten Samstag im Monat von 13 bis 16 Uhr zur Verfügung stellen, punktete gleich mit seinem ersten Fall: Die angeblich kaputte Lampe benötigte lediglich eine neue Sicherung. Größere Probleme hatte da schon Arne Thie, der sich mit dem GPS-Gerät des Obersöcheringer Seglers Werner Fiedler beschäftigte. Salzwasser war in das eigentlich wasserdichte Gehäuse-Innere eingedrungen und hatte es wohl irreparabel zerstört. Während sich Jochen Woltering noch geduldig mit einem Wasserkocher beschäftigt, kommt schon die Diessenerin Rosmarie Roßmeier an seinen Tisch und stellt einen Flachbildfernseher darauf, dessen Antennenanschluss abgebrochen ist. Und dazu auch gleich noch eine 48 Jahre alte „Husqvarna“-Nähmaschine, die sie geerbt hat und „nicht in Gang“ bringt.

Mit Engelsgeduld und erkennbarem Ehrgeiz widmen sich die Techniker den Aufgaben, während im Café Kaffee und Kuchen angeboten werden. Monika Welchert-Schlecht ist für dieses Mal sehr zufrieden mit dem Besuch. „Wir haben Stammkunden, aber es kommen immer wieder auch neue Leute“ sagt sie. Vor allem freut sie sich, wenn Familien mit Kindern kommen. „Alle dürfen mitreparieren, es soll ja schließlich ein Lernfeld sein“. Zwei Damen empfangen die Gäste und drücken ihnen jeweils einen Reparaturschein in die Hand, den es zunächst auszufüllen gilt. Wenn die Bohrmaschine, der Wasserkocher oder der CD-Player repariert werden konnten, freuen sich die Aktiven über eine Spende. Mit im ehrenamtlichen Team sind eine gelernte Schneiderin und zwei Reparateure für den IT-Bereich. Vor allem hier hätte Welchert-Schlecht gern weitere Unterstützer, sie freut sich aber über jeden, der sich mit seinen Fähigkeiten einbringen möchte.

Interessenten

wenden sich unter der Telefonnummer 0881/49742 an das Mütter- und Familienzentrum. Der nächste Repair-Café-Termin ist – jeden dritten Samstag im Monat – am 17. Februar von 13 bis 16 Uhr.

Emanuel Gronau

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