Frau bedroht Polizisten mit Axt - Großeinsatz im Landkreis Rosenheim

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Am östlichen Stadtrand befindet sich die Ostendstraße, die von der Staatsstraße (l.) abzweigt. 

In Weilheims Osten

Zwei neue Häuser und eine offene Frage

Weilheim wächst, und dies vor allem in zwei Himmelsrichtungen; nach Süden und nach Osten. Vor allem diese „Osterweiterung“ entlang der Deutenhausener Straße ist nicht unumstritten. 

Weilheim –   Ein Antrag auf Vorbescheid für zwei Zweifamilienhäuser mit Garagen an der Ostendstraße warf die Frage auf: Gibt es Grenzen für dieses Wachstum – und wo sind diese? Die Meinungen darüber gingen bei den Mitgliedern des Bauausschusses auseinander. Vertagen wollte das Gremium den Punkt aber nicht. Letzteres hatte angesichts der Diskussion Alfred Honisch (Grüne) beantragt.

Laut Antrag eines Bauherren ist beabsichtigt, auf zwei Baugrundstücken je ein Zweifamilienhaus zu errichten, und zwar jedes mit einer Grundfläche von zwölf auf neun Metern. Da die Gebäude eine Wandhöhe von 5,90 Metern erhalten sollen, ergeben sich daraus zwei Vollgeschosse. Für die Beurteilung war es für die Mitglieder des Ausschusses auch wichtig zu erfahren, dass die Ostendstraße im Außenbereich liegt und die beiden Grundstücke im Flächennutzungsplan als „gemischtes Baugebiet“ ausgewiesen sind. Zudem stehen dort schon zwei Häuser.

Kritiker des Vorhabens war vor allem Klaus Gast (CSU), der auch Ortsreferent von Marnbach-Deutenhausen ist. Dort würde durch den Bau der beiden weiteren Häuser im Außenbereich „eine Splittersiedlung verfestigt“, wobei aus dem Flächennutzungsplan kein Baurecht abzuleiten sei, wandte er ein. Die Splittersiedlung würde zudem an der Staatsstraße liegen und gegenüber dem geplanten Hochwasserschutzbecken liegen. Im Übrigen sei es bislang Prämisse gewesen, dass die Stadt Weilheim und ihre Ortsteile nicht zusammenwachsen sollen.

„Dem Vorhaben kann man sehr gut zustimmen“, sagte dagegen Dr. Claus Reindl für die BfW. Die beiden geplanten Häuser würden sich sehr gut zwischen die beiden bereits bestehenden einfügen.

Eine ganz andere Frage trieb die Stadträtinnen Petra Arneth-Mangano (SPD) und Romana Asam (FW) um. Sie wollten wissen, was denn entlang der Deutenhausener Straße bis zur Stadtgrenze für die Zukunft geplant sei. Da müsste man eine „Planung drüberlaufen lassen“, sagte Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt, die die Tür schon vorsichtig aufstieß. „Eher ein Technologiepark als produzierendes Gewerbe“, sei dort vorstellbar, sagte sie.

Dem Vorbescheid für die beiden neuen Häuser wurde von den Mitgliedern des Bauausschusses schließlich gegen zwei Stimmen zugestimmt. Öffentliche Belange stünden den Plänen auch nicht entgegen, stellte Stefan Kirchmayer vom Stadtbauamt. Auch solche hätten das Vorhaben im Außenbereich verhindern können.

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