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Noch ist er ein Planspiel, der Ausbau der B 2, doch bald beginnt er. 

Nach Verzögerung

Nördlich von Weilheim: Der dreispurige Ausbau der B2 beginnt

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Jetzt wird es ernst mit dem Ausbau der B 2 nördlich von Weilheim: Die Regierung von Oberbayern leitet das Planfeststellungsverfahren für den ersten Abschnitt ein, für den 14,5 Millionen Euro eingeplant sind. Wie der zweite Abschnitt gebaut wird, hängt von der Weilheimer Umfahrung ab.

Wielenbach – Eigentlich hätte es schon im vergangenen Jahr so weit sein sollen, dass das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der B 2 eingeleitet wird. Doch dann musste aus Naturschutzgründen der Lebensraum für geschützte Vögel nachkartiert werden. Aus der damals prognostizierten Verzögerung von einem halben Jahr wurden eineinviertel Jahre. Nun teilt die Regierung von Oberbayern mit, dass das Planfeststellungsverfahren für den ersten Teil des Ausbaus der B 2 beginnt.

Der Ausbau der B 2 erfolgt in zwei Abschnitten: Der erste umfasst den Bereich zwischen Wielenbach und der Einmündung der Tutzinger Straße. Dass die B 2 auf dieser Strecke dreispurig ausgebaut wird, steht bereits fest. „Bisher häufen sich Unfälle auf der Strecke, weshalb die Verkehrsverhältnisse nun verbessert werden sollen: Es ist beispielsweise geplant, durch den Bau eines dritten Fahrstreifens ausreichende Überholmöglichkeiten zu schaffen“, so die Regierung von Oberbayern in ihrer Mitteilung, in der sie über den Beginn des Planfeststellungsverfahrens informiert.

Für den ersten Abschnitt sind 14,5 Millionen Euro eingeplant

„Es trägt ganz erheblich zur Verkehrssicherheit bei, wenn ich als Fahrer weiß, dass ein Abschnitt kommt, in dem ich überholen kann“, sagt Uwe Fritsch, der Leiter des Staatlichen Bauamtes Weilheim. Auf der B2 zwischen Weilheim und der Einmündung der Tutzinger Straße sei der „Überholdruck“ groß. Vor drei Jahren, als der Ausbau der B 2 beschlossen und geplant wurde, wurden die Kosten des ersten, 1,7 Kilometer langen Abschnitts auf 14,5 Millionen Euro geschätzt. Inzwischen seien diese aber wohl noch gestiegen, meint Fritsch.

Zum Start des Verfahrens werden die Planungsunterlagen für einen Monat in den Gemeinden Wielenbach und Pähl ausgelegt und können zu den Dienstzeiten eingesehen werden. Es besteht die Möglichkeit, dass direkt von der Straße Betroffene innerhalb eines Monats nach Ende der Auslegung Einwendungen gegen die Planungen erheben. Ob mit vielen Einwendungen zu rechnen ist, vermag Fritsch noch nicht einzuschätzen. „Das müssen wir auf uns zukommen lassen“, sagt er. Der Pähler Bürgermeister Werner Grünbauer hofft, dass mit dem Ausbau der B 2 der Unfallschwerpunkt bei der Tankstelle am Fuße des Hirschbergs entschärft wird. Er geht davon aus, dass der Ausbau der B 2 für seine Gemeinde „nicht so ganz bedeutsam ist.“

Überholdruck soll genommen werden

Wenn alle von dem Bauvorhaben betroffenen Belange geprüft und abgewogen wurden, ergeht nach Einschätzung des Staatlichen Bauamtes in etwa einem Jahr ein Planfeststellungsbeschluss. Dann könnte mit dem Bau begonnen werden. Bevor es an die Straße selber geht, werden zunächst die Bauwerke errichtet: eine Brücke über die B 2 an der Anschlussstelle der Tutzinger Straße, zwei Bachbrücken und die Anschlussstelle der Pähler und Wielenbacher Umfahrung. Während der gesamten Bauphase soll die Bundesstraße weiter in beide Richtungen befahrbar sein – gegebenenfalls auf Behelfsfahrbahnen.

Im zweiten Bauabschnitt soll dann die Strecke zwischen der Eisenbahnbrücke am Dietlhofer See und Wielenbach ausgebaut werden. Die Planungen für diesen Abschnitt sind noch nicht angelaufen, weil zunächst geklärt werden muss, wo die Trasse für die Weilheimer Umfahrung verlaufen soll. Wenn nämlich die Wahl auf die ortsferne Westumfahrung fällt, dann ist nach der Einschätzung des Staatlichen Bauamtes ein dreispuriger Ausbau der B 2 zwischen Wielenbach und der Eisenbahnbrücke nicht notwendig. Bei den anderen Varian–ten wären auch für diesen Abschnitt drei Spuren geplant. Die Dreispurigkeit könnte sich Fritsch auch für Teile der Weilheimer Umfahrung vorstellen: „Dort, wo es Sinn macht, um den Überholdruck rauszunehmen.“

Lesen Sie dazu auch: Verkehrsgutachter Kurzak meldet sich zu Wort

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