+
Kathrin Schlögel mag ihren Beruf als Sozialversicherungsangestellte bei der "AOK" in Weilheim, da sie viel Kundenkontakt hat.

Zwischenbilanz zweier Azubis

Sie würden es wieder machen

  • schließen

Weilheim - Am heutigen 1. September ist allgemein Ausbildungsbeginn. Kathrin Schlögel (18) und Simon Bauer (23) ziehen eine Zwischenbilanz ihrer Lehre.

Ein ziemlich cooler Pfleger: Simon Bauer (23) macht eine Ausbildung zum Altenpfleger im Weilheimer Bürgerheim. Bewohnerin Gertrud Sartory begrüßt ihn herzlich.

Erinnert sich Simon Bauer an seinen Ausbildungsstart vor einem Jahr, kann er sich nicht an zitternde Knie erinnern. Der 23-Jährige mit den gefärbten Haaren und dem punkigen Aussehen war recht entspannt. Der junge Mann der im im städtischen Bürgerheim in Weilheim zum Altenpfleger ausgebildet wird, kommt am heutigen 1. September ins zweite Lehrjahr. Er bekam die Stelle, weil er bereits eine Ausbildung zum Pflegefachhelfer gemacht hatte.

Nicht in dieser günstigen Lage sind derzeit 111 junge Menschen im Landkreis Weilheim-Schongau, die sich bei der Agentur für Arbeit um einen Ausbildungsplatz gemeldet haben. Sie haben noch keine Stelle. Jedoch sind 214 der insgesamt 1486 von Unternehmen gemeldeten Stellen unbesetzt. Dies geht aus dem aktuellen Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit in Weilheim hervor. Arbeitgeber sollten sich bei der Suche nach Berufsnachwuchs nicht nur an Noten orientieren, sondern auch Leistungsschwächeren eine Chance geben, sagt Monika Lex, Geschäftsführerin „operativ“ der Agentur für Arbeit in Weilheim.

Simon Bauer mag an seiner Arbeit, dass er Menschen helfen kann und eine gesicherte Zukunft hat. Was er Berufsanfängern rät? „Man sollte von Anfang an lernen, sich interessieren und im Kopf haben, dass man nach drei Jahren Ausbildung viel Verantwortung hat“, sagt er. Der Arbeitsalltag sei nicht immer einfach, gerade wenn Senioren uneinsichtig seien. Zu arbeiten, wenn andere schlafen, ist für ihn kein Problem. „Ich bin ein Nachtmensch“, sagt er.

Im Gegensatz zu Bauer war Kathrin Schlögel am ersten Arbeitstag nervös. Die 18-Jährige wird Sozialversicherungsfachangestellte bei der „AOK Weilheim“. „Ich war aufgeregt, es war ja alles neu“, sagt sie. Heute kommt sie ins dritte Ausbildungsjahr. Nun stehen ihr drei Monate in Fachabteilungen in Garmisch-Partenkirchen bevor. Ihre Arbeit macht ihr Spaß, da dort „immer etwas los ist. Azubis ihres Berufes rät sie, schon von Anfang an die Gesetze mitzulernen, da sie aufeinander aufbauten.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Großer Rummel zum Auftakt
„Ozapft is“, hieß es auf dem Weilheimer Volksfest. Bis Pfingstmontag geht es rund auf dem Volksfestplatz – im Zelt und bei 22 Schaustellerbetrieben.
Großer Rummel zum Auftakt
„Kontrollen sind Dienstleistung und keine Abzocke der Bürger“
Peißenberg - 1836 eingeleitete Ordnungswidrigkeitsverfahren im Bereich „Fließender Verkehr“ und 360 in der Sparte „Ruhender Verkehr: Das ist die Bilanz der Kommunalen …
„Kontrollen sind Dienstleistung und keine Abzocke der Bürger“
122.000 Euro für Winterdienst
Die Stadt Penzberg ließ sich den Winterdienst 2016/2017 insgesamt 122 000 Euro kosten. Damit stiegen die Ausgaben trotz des relativ milden Winters gegenüber der …
122.000 Euro für Winterdienst
Michaela Schott führt den TSV
Der TSV Penzberg hat solide Finanzen, eine positive Entwicklung bei den Mitgliedern, aber auch Probleme mit den Hallenzeiten: Das waren die großen Themen bei der …
Michaela Schott führt den TSV

Kommentare