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Etwas früher als geplant wurde am Donnerstagnachmittag das Richtfest für den Vereinsheim-Anbau des TSV Weilheim gefeiert. 

Anlage an der Pollinger Straße

Etwas früher als geplant: Richtfest für Anbau ans Sportheim des TSV Weilheim

Der TSV Weilheim ist auf die Zielgerade eingebogen – mit einer sehr guten Zwischenzeit. Das Richtfest für den Anbau „Nord“ ans Sportheim konnte etwas früher als geplant gefeiert werden. Wenn alles weiter so gut läuft, soll im September dort der Sportbetrieb starten. Für Oktober sind dreitägige Feierlichkeiten vorgesehen.

Weilheim – Strahlender Sonnenschein herrschte am Donnerstagnachmittag an der TSV-Anlage in der Pollinger Straße. Die Handwerker nutzten die Gunst der Stunde und werkelten bis zur letzten Minute. Als die ersten Festgäste schon an der Baustelle standen, wurden noch die letzten Bretter angetackert und Geräte per Kran vom Dach geholt.

Dort oben leerte Zimmerermeister Gottfried Wagner dann neben dem geschmückten Richtbaum vier Gläser auf die Bauherren, Firmen und etwa 60 Handwerker, die an dem 1,5-Millionen-Euro-Bau beteiligt sind: „Dieses hier ist mehr als eine Bleibe: Hier ist für Sportler Heim und Hort, sie bleiben frisch an Geist und Leibe, gesund und froh bei Spiel und Sport.“

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Der Dank des TSV-Vorsitzenden Dieter Pausch galt den Planern, Firmen und Handwerkern: „Es hat alles bestens geklappt.“ Aber er wies auch auf einen Umstand hin, der die Arbeiten begünstigt hatte: „Wir hatten auch viel Glück mit dem Wetter.“ Er sei fast jeden Tag auf der Baustelle gewesen und habe mit Begeisterung gesehen, wie der Rohbau hochgezogen wurde.

Bürgermeister Markus Loth dankte für das gute Miteinander. Denn es gehe nicht um den Stadtrat oder den Verein: „Es geht um die Menschen, die in unserer Stadt Sport treiben wollen.“ Er ziehe seinen Hut vor einer „starken Leistung“ aller Beteiligten.

Von jetzt an kann den Verantwortlichen und den Handwerken das Wetter egal sein. Das Dach ist auf dem Rohbau und die Innenarbeiten in den zwei Stockwerken können auch bei Schnee und Regen durchgeführt werden.

160 Übungsleiter bestreiten beim TSV Weilheim pro Jahr rund 20000 Sportstunden

Durch die neuen Räume kann die Kapazität bei den bereits angebotenen Kursen künftig erhöht und dadurch die Trainingssituation entspannt werden: „Zurzeit ist der Betrieb bei uns voll durchgetaktet: Türen auf, Türen zu – Gruppenwechsel. In den Hochzeiten alle Stunde“, erzählte Pausch beim Richtschmaus für die Handwerker und geladenen Gäste. Die 160 Übungsleiter bestreiten pro Jahr etwa 20 000 Sportstunden.

Es können aber künftig auch neue Kurse angeboten werden, zum Beispiel im Bereich Gesundheit-, Fitness- und Rehasport. „Die Nachfrage ist vor allem bei älteren Mitgliedern groß, die zum Beispiel mit dem Handball oder Basketball aufgehört haben. Die wollen wir natürlich im Verein halten“, so Pausch. Ein weiteres Ziel: Kleinkinder bereits im Vorschulalter vermehrt an den Sport heranführen.

Derzeit ist der TSV-Vorstand dabei, Belegungspläne für die beiden neuen Räume auszuarbeiten. Der seit 2008 amtierende 1. Vorsitzende, der in der demnächst anstehenden Jahreshauptversammlung für eine weitere Amtszeit kandidieren will, möchte die Mitgliederzahl bis zum Jahr 2025 auf etwa 5000 erhöhen – derzeit hat der TSV rund 4300 Mitglieder, davon 1850 Kinder und Jugendliche. Pausch kann auf Erfahrungen zurückgreifen: Auch nach der Fertigstellung des Anbaus „Süd“ vor zehn Jahren ist die Mitgliederzahl erheblich gestiegen.

Die offiziellen dreitägigen Eröffnungsfeiern, die für das erste Oktober-Wochenende geplant sind, will der TSV Weilheim auch für die Eigenwerbung nutzen: Neben einem Festabend für geladene Gäste sollen ein „Mitmachtag“ unter dem Motto „Fit and Fun“ und ein „Tag der offenen Tür“ angeboten werden.

Ralf Scharnitzky

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