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Wo dieses Auto herkommt, wollte die Pählerin hinfahren. Sie fuhr jedoch links aufs Gleis.

Frau fährt aus Versehen auf Gleise

Auto blockiert Gleis: Lokführer verhindert Katastrophe

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Weilheim - Ein Auto, das auf dem Gleis stand, hätte am Montagabend auf der eingleisigen Bahnstrecke zwischen Tutzing und Weilheim beinahe zu einem schweren Zugunglück geführt. Ein Lokführer konnte einen Zusammenstoß gerade noch verhindern.

Update von 12.30 Uhr:  Laut Polizei Weilheim war es eine 78-jährige Frau aus Pähl, die von der Bundesstraße kommend in Richtung Dietlhofen fahren wollte. Eigentlich wollte sie hinter dem Bahnübergang Dietlhofen nach links in Richtung Rauhbühl abbiegen, jedoch schwenkte sie bereits am Bahnübergang Dietlhofen versehentlich nach links auf das Bahngleis ab, da sie dieses aufgrund der winterlichen Verhältnisse für die Fahrbahn hielt. Sie bemerkte ihren Fehler sofort, konnte jedoch den Gleisbereich mit ihrem Fahrzeug nicht selbständig verlassen. Die 78-Jährige stieg unverzüglich aus, hielt einen Autofahrer an und bat diesen Polizei und Bahn zu verständigen. Daraufhin wurde eine Sperrung zur Unfallverhütung veranlasst und der Notfallmanager der Bahn informiert. Der Lokführer des als nächsten kommenden Zuges wurde telefonisch informiert, so dass er abbremste und anhielt. 

Der Wagen wurde mit Hilfe eines Traktor unbeschädigt von den Gleisen geholt. An den Gleisen wurde ein Magnetschienenkontakt im Wert von  circa  1500 Euro beschädigt. Bis die Strecke durch die Bahn wieder freigegeben wurde, fielen vier Züge aus. Die genaue Schadenshöhe kann derzeit noch nicht beziffert werden. Zu einer konkreten Gefährdung von Bahnreisenden kam es laut Polizei nicht.

Update von 8.15 Uhr: Laut einer Pressesprecherin der Bahn musste die Regionalbahn, die von Mittenwald in Richtung München unterwegs war, unvermittelt  am Montagabend gegen 20 Uhr stoppen, weil ein Auto einen Bahnübergang zwischen Weilheim und Wilzhofen blockierte. Der Zug fuhr gegen 21 Uhr nach Weilheim zurück. Die Reisenden konnten ihre Fahrt in Richtung München mit einem der Folgezüge ab etwa 22 Uhr fortsetzen. Die Strecke zwischen Wilzhofen und Weilheim war zwischen 20 und 21.35 Uhr gesperrt. In dieser Zeit wurden nachfolgende Züge an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten oder wendeten vorzeitig.

Update von 22.50 Uhr: Mittlerweile ist die Bahnstrecke Tutzing-Weilheim für den Zugverkehr wieder freigegeben. Mit Verspätungen der nachfolgenden Züge ist aber noch bis Dienstschluss zu rechnen. 

Nach ersten Informationen kam es am Montagabend gegen 20.30 Uhr zu dem gefährlichen Zwischenfall auf der Bahnstrecke zwischen Tutzing und Weilheim, einem Abschnitt der Bahnstrecke München-Garmisch-Partenkirchen/Mittenwald. Wie es heißt, war es nur der Aufmerksamkeit eines Lokführers zu verdanken, dass es bei dem Zwischenfall nicht zu einer katastrophalen Karambolage kam.

Der Lokführer, der fahrplanmäßig mit einem Zug der auf dieser Strecke verkehrenden "Werdenfelsbahn" Richtung München unterwegs war, verhinderte durch seine Reaktion einen Zusammenstoß, so die bisherigen - unbestätigten - Berichte.

Laut Bericht eines Reporters des Münchner Merkurs, der in einem der Züge unterwegs war, die wegen des Zwischenfalls gestoppt  wurden, war der Bahnverkehr auf der Strecke mindestens zwei Stunden lang unterbrochen.

Wie die Polizei am Abend bestätigte, war es zu dem Zwischenfall gekommen, weil das Auto aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse auf das Gleis gerutscht war und von dort nicht mehr weiterfahren konnte.

Laut Aussagen von Bahnmitarbeitern rückte außer der Polizei auch die Staatsanwaltschaft aus, um nach dem Zwischenfall die Ermittlungen aufzunehmen.

js

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