Flüchtlingsunterkunft „Ammermühle“

Landrätin dementiert Gerüchte um "Busse mit Prostituierten"

Weilheim/Rottenbuch - Angeblich soll der Landkreis Prostituierte für Asylbewerber zahlen. Landrätin Andrea Jochner-Weiß dementierte das.  

„Busse mit Prostituierten“, die monatlich – oder gar wöchentlich – in die Flüchtlingsunterkunft „Ammermühle“ nach Rottenbuch gefahren werden – und der Landkreis zahlt dafür: Dieses Gerücht beschäftigte am Freitag den Kreistag bei seiner öffentlichen Sitzung im Weilheimer Landratsamt. SPD-Fraktionssprecher Max Martin (Schongau) fragte zum Ende der Sitzung mit Skepsis in der Stimme, ob „da etwas dran ist?“.

„Nein, mir ist nicht bekannt, dass der Kämmerer dafür Geld in den Haushalt eingestellt hat“, so Landrätin Andrea Jochner-Weiß scherzhaft und dann ernsthaft: Diese Gerüchte seien bekannt, sie entbehrten – wie auch viele andere zum Thema „Asylbewerber“ – jeglicher Grundlage.

Kreisrat Karl-Heinz Grehl (Grüne, Weilheim) bedankte sich ausdrücklich bei Martin, weil dieser das Gerücht zur Sprache gebracht habe. Dieser „Blödsinn“ werde in rechten Kreisen geboren und wabere dann durch die Stammtische und durch die sozialen Medien. Er sei entsetzt, wie ernsthaft diese Gerüchte auch in seinem Bekanntenkreis erzählt würden. „Eigentlich sollte man sich mit diesem Schwachsinn gar nicht beschäftigen“, so Grehl. Dafür erntete er Zustimmung von anderen Kreisräten. 

jt

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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