Vor großem Publikum auch ein paar Mal gemeinsam in Aktion: die „Heaven Travellers“ der evangelischen Kirche sowie die „Happy Voices“ und die „Spiritual Profanists“ der katholischen Pfarreiengemeinde. Das Konzert war Auftakt einer Benefizaktion. foto: gronau

Drei Chöre, eine Leidenschaft, ein Ziel

Weilheim - Die Spitalkirche hat am Samstag etwas Besonderes erlebt: Ihre Bänke waren bis auf den letzten Platz besetzt - bei einem Benefiz-Konzert zu ihren Gunsten.

Im Zuge der Benefiz-Aktion zur Restaurierung und Sanierung der Kirche hatten die Veranstalter mit den „Heaven Travellers“, den „Happy Voices“ und den „Spiritual Profanists“ gleich drei stadtbekannte Gospelchöre eingeladen, die für den Besucherstrom sorgten. Und damit wurde laut Stadtrat Ingo Remesch ein Ziel erreicht: „Wir wollen die Kirche vielen Menschen zeigen“, sagte er als einer der Initiatoren der Benefizkonzerte. Die Kirche war 1943 in den Besitz der Stadt Weilheim übergegangen, und der Erhalt des kunsthistorischen Kleinods liegt den Stadtoberen am Herzen.

Eine mögliche Konkurrenz zwischen den einzelnen Chören stand gar nicht im Raum an diesem Abend. Im Gegenteil. Der Spaß an der gemeinsamen Leidenschaft für die Gospelmusik wurde deutlich vermittelt - nicht nur bei den miteinander gesungenen Eingangs- und Abschlussliedern. Da wurde auch einmal geschnippt und geklatscht, wenn man selbst nicht an der Reihe war.

Die Chöre traten nacheinander mit Liederblöcken auf, und das Interessante an dem Abend war, dass jeder Chor seinen speziellen Stil, seine eigene Interpretation der Gospelmusik präsentierte. Da sind die „Heaven Travellers“, die heuer 45-jähriges Jubiläum haben. Sie singen a capella und tragen stimmlich hervorragend bekannte Gospels vor. Ihre mitreißenden Soloeinlagen sorgen schon gleich für Jubel. Die „Happy Voices“ sind eine ansteckend fröhliche Truppe. Seit 25 Jahren begeistert der Chor, begleitet von der Band „Odds and Ends“, mit schwungvollen und vor allem lebendig vorgetragenen Stücken und sorgt für eine großartige Stimmung unter den Zuhörern. Etwas sanfter und ruhiger geht es bei den „Spiritual Profanists“ zu, die vor 20 Jahren gegründet wurden und durch eine ausgeglichene Mischung von sechs Frauen- und sechs Männerstimmen mit eigenwilligem A-capella-Gesang bestechen.

Als Gründungsmitglied und ehemaliger Sänger der Gruppe freute sich Remesch besonders über deren Auftritt. „Wir brauchen für die Kirche 1,6 Millionen Euro“, sagte Remesch und fügte zur allgemeinen Erheiterung hinzu, „aber nicht gleich heute von Ihnen“. Durch die freiwilligen Spenden der begeisterten Konzertbesucher kamen schließlich 2450 Euro zusammen - „ein voller Erfolg“, sagte Brigitte Holeczek, Mitorganisatorin der Benefiz-Aktion, gestern.

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