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Eine gemütliche Stube, in der es fürs Publikum viel zu lachen gab, baute das Chiemgauer Volkstheater in die Stadthalle. 

Chiemgauer Volkstheater

Ein Feuerwehrkommandant in Erklärungsnöten

Weilheim - Das Chiemgauer Volkstheater unterhielt am Samstag 400 Zuschauer in der Weilheimer Stadthalle. Gespielt wurde die Komödie „Hugos Heldentat“.

 Alle Jahre wieder gastiert das Chiemgauer Volkstheater in Weilheim. Und jedes Jahr lassen sich die Besucher vom erfolgreichsten deutschen Fernsehtheater zwei Stunden gut unterhalten. Dass da der Humor nicht zu kurz kommt, ist garantiert. So war es am Samstagabend in der Weilheimer Stadthalle, wo rund 400 Zuschauer „Hugos Heldentat“ verfolgten. Bei der unterhaltsamen Komödie in drei Akten von Walter G. Pfaus führte Theaterchef Bernd Helfrich Regie. Seine routinierte Truppe sorgte mit Wortwitz und vielen klassischen Lustspielelementen für einen sorglosen Abend.

Dabei gab es vor allem für die Damen im Saal viel zu lachen und klatschen, denn die Männer kamen in dem Stück nicht immer gut weg. Da fielen Sprüche wie: „Die Männer brauchen wir doch nur, damit wir was zum Schimpfen haben.“ Oder der Vergleich von Papa Hugo mit einer Kaffeemaschine: „Die schmeißt man ja auch nicht weg, wenn sie nicht mehr funktioniert“.

Die Hautprolle hatte Helfrich selbst übernommen, der als Feuerwehrkommandant Hugo Speck gegenüber seiner Frau Inge (Michaela Heigenhauser) ob seines Führerschein-Entzugs und einer vermeintlichen Angebeteten ganz schön in Erklärungsnot geriet. Die Lachmuskeln wurden allemal strapaziert bei Hugos Anblick: nackter Oberkörper, Siegerpose und Unterhosen mit Löwenkopf. So ließ er sich feiern, weil er des Bürgermeisters Töchterchen aus der reißenden Prien rettete.

Für Spaß sorgte auch der Heiratsantrag von Petras (Nicola Pendelin) Bräutigam Oskar (Tim Mandl), der mit „O sole mio“ das Herz seiner Allerliebsten eroberte. Nicht nur der tapsige Hugo, auch die strenge Bürgermeisterin (Mona Mai), Hugos Freund Alfons (Rupert Pointvogel) und Vizekommandant Lothar Halbwegs (Florian Kiml) trugen zur Gaudi bei. Zum Schluss war natürlich alles gut, auch mit den Männern und der Liebe, was die Besucher mit Beifall honorierten.

Inge Beutler

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