Wird komplett umgebaut: das Finanzamts-Gebäude am Oberen Graben. Foto: Ruder

Finanzamt bekommt eins aufs Dach

Weilheim - Das Gebäude am Oberen Graben wird um ein Geschoss aufgestockt und erweitert, auch das Hauptgebäude wird saniert

Das Weilheimer Finanzamt wird größer - in zweifacher Hinsicht. Zum einen wird in Weilheim eine zentrale Finanzkasse installiert, wodurch die Zahl der Bediensteten steigen wird, zum anderen wird das Dienstgebäude am Oberen Graben (ehemaliges Gesundheitsamt) erweitert und aufgestockt. Das Hauptgebäude an der Hofstraße wird generalsaniert. Der Haushaltsausschuss des Landtages gab gestern Vormittag grünes Licht für das Projekt, dessen Gesamtkosten auf rund 3,8 Millionen Euro veranschlagt sind. Das teilte der Landtagsabgeordnete Harald Kühn (CSU) mit, der die Entscheidung „als starkes Signal für Weilheim und die Region“ sieht, da die Kreisstadt Weilheim als Behördenstandort weiter gestärkt werde.

Seit Herbst 2005 ist das ehemalige Gesundheitsamt Teil des Finanzamtes. Dass es nun so umfangreich umgebaut wird liegt daran, dass in Weilheim eine zentrale Finanzkasse eingerichtet wird, die Aufgaben für die Finanzämter Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Wolfratshausen übernimmt. Die neue Kasse ist Teil einer bayernweiten Neuorganisation der Finanzkassen, deren Zahl laut Auskunft des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen für Landesentwicklung und Heimat, von 80 auf 19 Standorte reduziert wird. In Weilheim werden mit der zentralen Finanzkasse 20 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen - die Zahl der Mitarbeiter steigt somit von jetzt sieben auf 27. Insgesamt zählt das Weilheimer Finanzamt dann 160 Beschäftigte.

Die Pläne für das dicht mit Efeu bewachsene dreistöckige Gebäude am Oberen Graben sehen vor, dass es „auf Rohbauniveau rückgebaut wird“, wie das Ministerium schreibt. Zudem wird es um ein weitere Etage in Holzleichtbauweise aufgestockt.

Auf der Westseite wird zusätzlich ein viergeschossiger Anbau errichtet. Dort werden der neue Haupteingang und das Servicezentrum im Erdgeschoss eingerichtet. Des Weiteren wird auf dem Parkplatz eine Elektrotankstelle mit zwei Ladepunkten entstehen und auf dem Flachdach des Verwaltungsgebäudes eine Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 6 kWp montiert. „Zusammen mit weiteren energetischen Sanierungsmaßnahmen kann der jährliche CO2-Ausstoß um rund 17 Tonnen vermindert werden“, heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums.

Auf die Mitarbeiter kommen mit dem Umbau unbequeme Zeiten zu. Die Bauarbeiten an den beiden Gebäuden bringen es mit sich, dass die Beschäftigten teilweise an andere Arbeitsplätze ausweichen müssen. Dazu werden eigens Unterkünfte aufgebaut. Wann mit dem Umbau und der Sanierung begonnen, wird, dazu gab es gestern keine Auskunft von dem Ministerium. Geplant werden die Arbeiten vom Staatlichen Bauamt in Weilheim.

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