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Die Gründungsmitglieder des Fördervereins "Gmünder Hoffnung": (v.l.) Angelika Flock, Jürgen Bremicker, Frank Dittmann, Alexandra Bertl, Karin Pecher, Dirk Ley, Dr. Johannes Langer, Anne Falterer und Marion Lunz-Schmieder.

Jugendprojekt des Vereins „Brücke Oberland“  

Förderverein für „Gmünder Hof“

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Weilheim – Auf dem „Gmünder Hof hat der Verein „Brücke Oberland“ Großes vor in Sachen „Jugendhilfe“. Aus diesem Anlass wurde der Förderverein „Gmünder Hoffnung“ gegründet.

Der „Gmünder Hof“ ist eines jener „Sacherl“, die Stadtleute sich gern renovieren, um dort eine Auszeit von ihrem anstrengenden (Berufs-)Alltag zu nehmen. Ausgebaut werden soll auch der „Gmünder Hof“, aber für einen ganz anderen Zweck: Das Anwesen, das von seiner letzten Besitzerin Elisabeth Gmünder der katholischen Kirchenstiftung „Mariae Himmelfahrt“ für soziale oder kirchliche Zwecke vererbt wurde, soll nicht als Ort zum (tageweisen) Ausstieg aus der Berufswelt dienen, sondern ein Sprungbrett werden zum Einstieg in die Berufswelt. Denn auf dem Anwesen, zu dem auch einige Hektar Boden gehören, will der Verein „Brücke Oberland“ benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die durch soziale und individuelle Probleme von Arbeitslosigkeit, Straffälligkeit und Sucht bedroht sind, betreuen und ihnen den Weg in ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Dieses Vorhaben des Vereins „Brücke Oberland“ ist weitum einzigartig, und es ist teuer. Laut Angelika Flock, Beisitzerin des kürzlich gegründeten Fördervereins „Gmünder Hoffnung“ unterstützt unter anderem die Weilheimer „Böhm Stiftung“ das Vorhaben mit 50 000 Euro, 50 000 Euro erhielt die „Brücke Oberland“ bereits aus Bußgeldern, weitere 250 000 Euro erwartet die „Brücke Oberland“ aus „Leader“-Mitteln der EU. Auch Spenden gingen beim Verein für den Hof schon ein, beispielsweise vom Sommerfest der CSU.

Es tut sich was am "Gmünder Hof": Ein sichtbares Zeichen dafür ist die Streuobstwiese. Dass sich noch mehr tun kann, dafür will der Förderverein "Gmünder Hoffnung" sorgen.

Überhaupt hat sich der Ortsverein der CSU des Projektes angenommen, und so ist es kein Wunder, dass er auch in dem neuen Förderverein stark vertreten ist. Der hat laut Angelika Flock nur eine Aufgabe: „Sich für den Erfolg des Projektes einzusetzen und es in jedweder Form zu unterstützen“. Zehn Personen fanden sich zu dessen Gründung zusammen.

Unter dem Vorsitz von Dr. Johannes Langer werden sich Karin Pecher (stellvertretende Vorsitzende), Dirk Ley (Schatzmeister), Angelika Flock (Beisitzerin), Jürgen Bremicker und Frank Dittmann (Kassenprüfer) sowie Alexandra Bertl, Marion Lunz-Schmieder, Anne Falterer und Klaus Bauer für den „Gmünder Hof“ einsetzen.

Ziel ist, dort ein regionales Zentrum für ambulante Jugend- und Familienhilfe einzurichten. Mit Kooperationspartnern und ehrenamtlicher Hilfe werden Projekte konzipiert und umgesetzt. „Alle Generationen sollen in die Arbeit auf dem Hof eingebunden“, heißt es in einer Mitteilung des Fördervereins. Angeboten werden sollen dort demnach zahlreiche Dienste: berufliche Hilfen für arbeitslose junge Menschen, schulische Hilfestellung, ein Bauernhofkindergarten, ambulante Hilfe zur Erziehung über die systemische Familientherapie, Psychotherapie für Kinder und Jugendliche sowie Hilfe für junge Straffällige.

Grundlage dafür soll eine Soziale Landwirtschaft sein. Diese wird seit einem Jahr Zug um Zug unter der Leitung von Landwirtschaftsmeister Michael Kirchbichler aufgebaut: So wurde unter anderem bereits eine Streuobstwiese südlich des Anwesens angelegt.

Inzwischen läuft bei den Behörden auch das Bebauungsplanverfahren, denn am „Gmünder Hof“ sollen bauliche Veränderungen vorgenommen werden. So soll Platz für Werkstätten geschaffen werden. Schwierig gestaltet sich der Schutz der Anlage vor dem Lärm der nahen Bundesstraße. Das ursprünglich geplante therapeutische Wohnen auf dem Areal wurde gestrichen. Immer wieder ein Thema ist auch die Erschließung für den Verkehr: zum einen die für Räder über den Eisenschmiederweg, zum anderen die für Autos über die B 2. Hier wird nach Lösungen gesucht.

Infos & Kontakt

zum Förderverein „Gmünder Hoffnung“ gibt es unter der Telefonnummer 0881/63422.

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