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Menschen aus aller Welt lasen am Freitagabend in der Kirche Mariae Himmelfahrt den Beginn der Weihnachtsgeschichte in ihrer Sprache vor und berichteten über Weihnachtsbräuche. 

Den Glauben erlebt – ganz international

Weilheim - In der gut besuchten Stadtpfarrkirche war der Beginn der Weihnachtsgeschichte einmal anders zu erleben. Nämlich in 18 Sprachen.

Das deutsche „Willkommen“ und das englische „Welcome“ waren genauso zu hören wie „bienvenue“ (französisch), „bem-vindo“ (portugiesisch), „tervetuloa“ (finnisch) – beim Abendgebet am Freitagabend in der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt in Weilheim. Mit Liedern, Texten und Weihnachtsbräuchen aus unterschiedlichen Ländern wurden die Besucher auf die Weihnachtszeit eingestimmt.

Es gebe aktuell eine Sorge um „das gemeinsame Haus“, sagte der katholische Stadtpfarrer Engelbert Birkle zur Begrüßung – und es sei „eine wunderbare Idee“, die Erfahrung von Glauben in einem gemeinsamen Haus machen zu dürfen. Zu hören war dann der Beginn der Weihnachtsgeschichte in 18 Sprachen, darunter auch in Griechisch, Französisch, Niederländisch, Polnisch, Arabisch, Englisch, Portugisisch, Chinesisch, Deutsch – und Bayerisch. Außerdem erzählten die Vortragenden von Weihnachtsbräuchen in ihrer Heimat. Es war zu erfahren, dass in Frankreich gutes Essen im Vordergrund steht, in Polen ein Platz für Menschen in Not freigehalten wird, in Ghana Reis gegessen wird und sich die Menschen dort besonders schön kleiden. Auch Weihnachtslieder aus aller Welt – aus Syrien ebenso wie aus England und Ghana – erfüllten das Kirchenschiff. Als zum Abschluss, nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Im Wald is so staad“ und einem „Vater unser“, das jeder in seiner Muttersprache betete, Pfarrer Jost Hermann und Pfarrer Engelbert Birkle den Gläubigen den ökumenischen Segen erteilten, war das „gemeinsame Haus“ einen Moment ganz nahe.

Groß war die Spendenfreudigkeit der vielen Kirchenbesucher. In die bereit gestellten Körbchen wanderten viele Scheine. Das Geld soll aufgeteilt werden: Einen Teil bekommt der „Unterstützerkreis Asyl“, ein Teil ist für „Familien in Not“ und ein Drittel für Hilfen in Ghana. Eingeladen zu dem Abendgebet hatten die evangelische Kirchengemeinde und die katholische Pfarreiengemeinschaft Weilheim.

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