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Hier wird aufgestockt: Pflegedienstleiter Stephan Schmidt zeigt die Container im Innenhof des Krankenhauses.

Container des Krankenhauses

Jetzt wird es zweistöckig

Weilheim - Am Krankenhaus Weilheim werden weitere Container für 2,5 Millionen Euro angeschafft. Sie werden auf die bestehenden draufgesetzt.

Die Sanierung am Krankenhaus Weilheim läuft, ein Teil der Patienten ist in die Container im Innenhof bei der Kapelle ausgelagert. Doch die Plätze dort reichen nicht aus – dank der guten Belegung des Hauses. Daher werden die Container aufgestockt. Allerdings kosten die zusätzlichen Module rund 2,5 Millionen Euro. Der Kreisausschuss hat die Ausgabe als Investitionszuschuss für die Krankenhaus-GmbH des Landkeises bei den Haushaltsberatungen befürwortet.

Zu den derzeit 35 Betten in den Containern kommen 32 weitere hinzu – quasi im ersten Stock darüber. Laut Krankenhaus GmbH-Geschäftsführer Thomas Lippmann sind für die steigenden Belegungszahlen alle Abteilungen, insbesondere aber der Bereich „Orthopädie/Unfallchirurgie“ verantwortlich. „Das freut uns natürlich.“ Im letzten Quartal 2015 lag die Belegung mit 2270 Fällen um zehn Prozent über der des letzten Quartals 2014. In den ersten beiden Monaten 2016 war die Belegung um sieben Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Patienten in den Containern merkten gar nicht, dass sie in einem solchen seien, so Lippmann. Der Komfort in den Zwei- oder Drei-Bett-Zimmern mit Dusche/WC sei sogar besser als im alten Bettentrakt. Der bereits genutzte Container stand vorher übrigens während der Sanierungsarbeiten am Krankenhaus Schongau. Den neuen Container muss der Landkreis zu 100 Prozent selbst finanzieren, Zuschüsse gibt es nicht.

Die zusätzlichen Container haben einen weiteren Vorteil: Dank der größeren Bettenzahl können mehrere Sanierungsarbeiten gleichzeitig erledigt werden. Die Arbeiten sollen Ende 2018 abgeschlossen sein. Die Sanierung des Hauses kostet laut Lippmann 30 Millionen Euro (ohne die zusätzlichen Container). Neben dem Bettentrakt werden auch ein neuer, bis zur Straße vorgezogener Eingangsbereich sowie neue OP-Räume und eine neue Notaufnahme gebaut. „Wir bauen eigentlich ein völlig neues Krankenhaus im Krankenhaus. Die Weilheimer werden ihr Haus nicht wiedererkennen“, so Lippmann.

Johannes Thoma

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