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Wenig Platz, aber viele Informationen gab es gestern auf der Jobmesse in der Weilheimer Stadthalle.

Veranstalter zählten über 2300 Gäste

Rekordverdächtiger Besuch auf der Jobmesse

Weilheim - Ein mal im Jahr findet die Jobmesse in der Weilheimer Stadthalle statt. Schüler können sich dort über verschiedene Berufe informieren. Dieses Jahr kamen über 2300 Besucher:

„Die Jobmesse ist stets gut besucht, aber in diesem Jahr kamen auffallend viele Interessenten“, sagte Robert Christian Mayer vom Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“ gestern in der Weilheimer Stadthalle. An den Ständen der 75 Aussteller drängten sich zahlreiche Schüler.

Marco Erhart 15,aus Peißenberg:Ich bin hier, weil ich mich im September bewerben möchte. Ich interessiere mich für den Beruf des Zerspanungsmechanikers. Die Messe ist gut aufgebaut, und es gibt viel Info-Material.

Einer dieser Jugendlichen war der 15-jährige Marco Erhart aus Peißenberg. Zusammen mit seiner Mutter Andrea besuchte er zum zweiten Mal die Jobmesse. „Wir informieren uns über Ausbildungsplätze in der Industrie“, sagte Marco Erhart. Er besucht derzeit die neunte Klasse und hat schon verschiedene Praktika absolviert. Nun muss er sich um einen Ausbildungsplatz kümmern. Andrea Erhart gefiel besonders die große Bandbreite der Messe.

Für Schüler, die sich für Technik und Industrie interessieren, war auf der Ausbildungsmesse viel geboten. So waren es auch die Stände der Industriebetriebe, an denen sich schnell Staus bildeten. Eine Branche, die bei den Jugendlichen dagegen weniger beliebt ist, ist die der Kaminkehrer. Sylvia Baumgartner ist selbstständige Schornsteinfegerin aus Weilheim. Die 38-Jährige hat eine Vermutung, warum es an Nachwuchs mangelt: „Wir sind bei Wind und Wetter draußen im Freien – das mag nicht jeder.“ Sie und ihre 46-jährige Kollegin Petra Ittlinger aus Wolfratshausen würden sich vor allem über weiblichen Nachwuchs freuen. „Der Frauenanteil liegt bei etwa zehn Prozent“, sagte Ittlinger.

Sylvia Baumgartner 45,aus Weilheim:Die Kaminkehrer-Innung ist zum fünften Mal auf der Messe. Wir haben wenige Interessenten, das Handwerk ist allgemein nicht sehr gefragt – daher werben wir auf der Jobmesse.

Laut Robert Christian Mayer war sowohl das Fazit der Veranstalter als auch das der Aussteller durchweg positiv. „Bereits eineinhalb Stunden vor dem Ende der Messe zählten wir 2300 Besucher“, sagte Mayer. Das sei rekordverdächtig. Auch Asylbewerber und ihre Betreuer tummelten sich in der Stadthalle. „Besonders das Handwerk bekam auf der Messe großen Zulauf“, sagte Justina Eibl vom Organisationsteam.

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