+
So soll es sein: Dass die Räder in der Fußgängerzone geschoben oder gleich an einem der Ständer abgestellt werden, auch darauf zielt die Kampagne ab. 

Weilheimer Fußgängerzone

Kampf den Radlrambos

  • schließen

Weilheim - Mit einer „pfiffigen Kampagne“ will Seniorenreferentin Brigitte Holeczek für mehr Rücksicht zwischen Radlern und Fußgängern werben. ie Polizei hat sie bereits im Boot, jetzt hofft sie auf die Stadt. Es gibt aber auch Skepsis.

Radler, die rücksichtlos durch die Fußgängerzone und auf Gehwegen fahren, Fußgänger, die Angst haben, angefahren zu werden. Das ist Alltag in Weilheim, und das soll sich ändern – und zwar mittels einer Aufklärungs-Kampagne, „die das Bewusstsein der radfahrenden Weilheimer für die Belange der Fußgänger stärkt“. Darauf zielt ein Antrag von Stadträtin Brigitte Holeczek (BfW) ab, die als Seniorenreferentin immer wieder mit Klagen konfrontiert wird. „Das Problem betrifft aber alle Generationen“, stellte sie fest. Nicht nur Jugendliche würden sich wie Radlrambos aufführen, auch ältere Menschen. Mit Flugblättern an alle Haushalte, Plakaten, Radweg-Plänen und auch Infos über die Bußgelder will sie Aufklärung betreiben. „Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern pfiffig“, wie sie im Hauptausschuss sagte. Dazu könnten auch von Schülern mit Kreide geschriebene Botschaften auf Gehwegen gehören. Schulen, aber auch Radclubs, Verkehrswacht, Agenda und die Stadt möchte sie in das Projekt einbeziehen.

Einen Partner hat sie schon: die Polizei. Die sei zwar leider „nicht immer in der Lage, kontinuierlich Kontrollen an neuralgischen Stellen durchzuführen“, sehe aber angesichts der Unfallzahlen Handlungsbedarf. „Ich habe mit der Kampagne bei der Polizei offene Türen eingerannt“, so Holeczek.

Walter Weber (Freie Wähler) warnte vor zu hohen Erwartungen an eine Kampagne. „Die Leute reagieren nur, wenn es an ihren Geldbeutel geht“, sagte er. „Das Ordnungsamt muss kontrollieren und kassieren“, forderte er.

15 Euro, so Andreas Wunder, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, müssen Radler blechen, die in der Fußgängerzone fahren oder auch mit ihrem Rad rollern. Bei Kontrollen sei das Ordnungsamt auf die Polizei angewiesen. Die Reaktionen der Kontrollierten seien meist alles andere als einsichtig, so Wunder. Viele reagierten unverschämt und pampig. Für Dr. Eckart Stüber (Grüne) ist eine Kampagne schön und gut. Die Stadt müsse aber auch die Radwege-Lücken schließen, sagte er. Als Beispiele nannte er Admiral-Hipper-Straße, Eisenkramer- und Cavaliergasse.

Der Hauptausschuss sprach sich letztlich einstimmig für die Kampagne aus, das letzte Wort hat aber der Stadtrat am kommenden Donnerstag.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Heimatshop Winter Aktion, jetzt Rabatte von bis zu 30% sichern!

<center>Magnet mit Kuhflecken</center>

Magnet mit Kuhflecken

Magnet mit Kuhflecken
<center>Bayerisches Schmankerl-Memo</center>

Bayerisches Schmankerl-Memo

Bayerisches Schmankerl-Memo
<center>Holz-Laterne aus heimischer Lärche</center>

Holz-Laterne aus heimischer Lärche

Holz-Laterne aus heimischer Lärche
<center>Die Bayerische Vogelhochzeit - CD von Sternschnuppe</center>

Die Bayerische Vogelhochzeit - CD von Sternschnuppe

Die Bayerische Vogelhochzeit - CD von Sternschnuppe

Meistgelesene Artikel

Neue Karriere mit Acryl
Weilheim – Astrid Stöppel ist bekannt im Landkreis Weilheim-Schongau. Wer den zweiten Stock des gleichnamigen Buchladens in Weilheims Innenstadt betritt, der trifft dort …
Neue Karriere mit Acryl
Weniger Bauern, mehr Kühe und Roboter
Weilheim - Die Zuchtverbände hatten eingeladen, um über aktuelle Entwicklungen in der Branche zu informieren. Mehrere hundert Landwirte kamen.
Weniger Bauern, mehr Kühe und Roboter
„Der Rummel um Schauspieler ist mir suspekt“
Weilheim – Mit einem exquisiten Sprecher-Trio kommt das Erfolgsprogramm „Opern auf Bayrisch“ am 18. Februar wieder in die Weilheimer Stadthalle: Erzähler der von Paul …
„Der Rummel um Schauspieler ist mir suspekt“
Stadt bleibt hart in Sachen „Bäume“
Weilheim – Neun Reihenhäuser will – und darf – ein Herrschinger Bauunternehmen anstelle der im August abgerissenen Villa an der Ecke Geistbühelstraße/Blütenstraße in …
Stadt bleibt hart in Sachen „Bäume“

Kommentare