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Herausgerissen wurde der Bodenbelag dann im Jahr 2009. Zuvor war darauf das Kandinsky-Bild gemalt worden. 

40 Jahre Fußgängerzone Weilheim

Zum 30. gab es ein Lifting

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Weilheim - Zum 30-jährigen Bestehen der Fußgängerzone gab es ein Lifting. Mit dem Umbau des Kirchplatzes 2006 begann die rund sieben Millionen Euro teure und mehrjährige Sanierung der Innenstadt.

Aufgerissen wurde die Schmiedstraße im Jahr 1976, als sie zur Fußgängerzone umgebaut wurde. 

Verschobene Bodenplatten, die zu verstauchten Knöcheln und abgerissenen Absätze führten: Rund um ihren 30. Geburtstag zeigte die Weilheimer Fußgängerzone unübersehbare Alterserscheinungen. Als Anti-Aging verordnete ihr der Stadtrat ein Lifting: Flotter aussehen sollte sie – und attraktiver werden.

Das Architekturbüro Immich aus München brachte als Gewinner eines Wettbewerbs die Idee der „Steinernen Stadt“ ins Spiel. „Grün raus, Grau rein“, hieß das verkürzt. Das aber stieß auf viel Kritik, vor allem, als Befürchtungen die Runde machte, dass nicht nur die Grünfläche am Kirchplatz wegkommen soll, sondern auch die vier Bäume an der Mariensäule am Marienplatz gefällt werden sollen. Einige Weilheimer, darunter auch Honoratioren, drohten damit, sich notfalls an ihnen anzuketten. So weit musste es dann aber doch nicht kommen. Die Bäume stehen immer noch an Ort und Stelle wie auch Brunnen und Mariensäule.

Die Verjüngungskur wurde nach Plan vorgenommen: Umbau Kirchplatz 2006, Neugestaltung der Pöltner- und der Hofstraße 2007, Sanierung der Schmiedstraße 2008, Marienplatz 2009. Am 18. Juli 2009 wurde er eingeweiht, nachdem die Arbeiten im Januar begonnen worden waren. Dazwischen lagen stressige Monate, denn das Wetter spielte nicht mit und die Nerven von Bauarbeitern, Innenstadtkaufleuten und Kunden lagen so manches Mal blank. War doch damals alles provisorisch: die über Bretter führenden Wege und die Zugänge zu den Läden. Doch bei der Einweihung war wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Und es zeigte sich: Die Fußgängerzone bedeutet den Weilheimern viel. Trotz des miesen Wetters waren weit mehr gekommen als erwartet.

Nachdem mit dem Marienplatz das Herz der Stadt wieder intakt war, wurde die Sanierung der Ledererstraße angepackt. In ihr wurde eine Wasserrinne angelegt, wie die Pragmatiker sagen, ein „Bacherl“, wie die Romantiker schwärmen, in dem sich im Sommer so herrlich schön die Füße kühlen lassen. Im Bacherl fließt Wasser aus dem Stadtbach, und so erinnert es auch ein wenig an die große Bedeutung des Stadtbaches in früheren Zeiten.

Die Kosten für die Generalsanierung beliefen sich auf rund 6,6 Millionen Euro. Im Jahresbericht der Stadt aus dem Jahr 2010 sind sie aufgeschlüsselt. Für den Kirchplatz wurden 1,2 Millionen Euro ausgegeben, für Pöltnerstraße, Hofstraße und Schmiedstraße ebenfalls je rund 1,2 Millionen, für Marienplatz rund 1,5 Millionen, für Ledererstraße rund 1 Million und für Herzog-Christoph-Straße rund 500 000 Euro. Für einen Teil der Kosten bekam die Stadt Zuschüsse.

Zum 40. Geburtstag bekam die Fußgängerzone von Mitte September bis Mitte Oktober ein großes Aktionsprogramm. Und es wurde der Vorschlag geboren, sie zu vergrößern. Doch das ist eine andere Geschichte. Eine, die nicht an die Vergangenheit erinnert, sondern in die Zukunft weist. 

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