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Großer Tag: Landtagspräsidentin Barbar Stamm übernahm im Juni 2015 die Patenschaft für die neue Apfelsorte "Berleis" von Mathias Markl.

Was macht eigentlich... Mathias Markl?

Rot wie die Partei, rot wie der Apfel

Weilheim - Was macht eigentlich Mathias Markl? Er war 18 Jahre lang Stadtrat der SPD und wurde mit einer Apfelzüchtung bekannt.

Rot ist die Farbe seines Lebens: Mathias Markl (88) trat in die SPD ein, was nicht gerade typisch war für einen Bauernbuben aus dem Dachauer Land. Er war von 1980 an 18 Jahre lang SPD-Stadtrat in Weilheim – und er schuf eine Apfelsorte, die er „Roter Weilheimer“ taufte. Und dann trug auch noch Bayerns Landtagspräsidentin Barbara Stamm einen roten Blazer, als sie im Juni vergangenen Jahres bei der 700-Jahr-Feier des fränkischen Dorfes Poxdorf ein Apfelbäumchen der rotbackigen Sorte „Berleis“ pflanzte, wie Mathias Markls Apfel offiziell heißt.

Die „Erlanger Nachrichten schrieben damals über „die Höhepunkte der Veranstaltung“: „Landtagspräsidentin Barbara Stamm, die als Ehrengast zugegen war, übernahm auf dem Hof von Robert Werner die Patenschaft für die neue Apfelsorte Berleis’. Diese Kreuzung zwischen dem ,Roten Berlepsch’ und dem ,Roten Eiser’ war Mathias Markl aus Weilheim gelungen, und Robert Werner ist alleiniger Lizenznehmer und Produzent der Neuzüchtung. Der 87-jährige Züchter war mit seiner Ehefrau angereist und freute sich sichtlich, dass seinem ,Berleis’ solche Anerkennung gezollt wurde“.

In Weilheim wurde Markl, der bis zur Pensionierung 1990 beim Tierzuchtamt Weilheim als „Fachberater für Leistungsprüfung“ arbeitete, vor allem als Stadtrat bekannt. Er vertrat die „Roten“ in dem von einer überlegenen CSU-Mehrheit dominierten, damals noch 24 Mitglieder umfassenden Gremium vom 27. März 1980 bis zum 31. August 1998. Als er gewählt wurde, war Dr. Johann Bauer Stadtoberhaupt, als er ging, Klaus Rawe. Bei der Kommunalwahl 1996 holte Markl für die SPD die meisten Stimmen, fast doppelt so viele wie der damalige Bürgermeisterkandidat der SPD, Armin Promberger.

Mit ihm am Ratstisch saßen für die SPD unter anderem – die ganze Zeit oder zumindest eine Zeitlang – Lorenz Erhardt, Beate Oehmann, Peter Schwarz, Agathe Bielz, Ingrid Radzuhn, Hella Krzmarsch, Peter Lorbacher und Fritz Bentenrieder.

Untrennbar mit Mathias Markls Leben verbunden ist seit jeher die Liebe zum Obst- und Gartenbau. 1987 übernahm er den Vorsitz des Weilheimer Obst- und Gartenbauvereins, Jahre später kam es zum Bruch. Was blieb, sind die von ihm angelegten Streuobstwiesen – und der „Rote Weilheimer“. Der machte Markl weithin bekannt, Zeitungen, Radio und Fernsehen widmeten ihm und seiner Züchtung schon diverse Beiträge . „Die Nachfrage nach dem ,Berleis’ ist größer als das Angebot“, sagt Markl, der die Lizenz an die Baumschule „Werner“ vergeben hat. Die vertreibt den „Berleis“ als „Exklusivsorte“, lobt die Züchtung als „robust und lagerfähig“ und hebt ihren „unvergleichlichen Geschmack“ hervor.

Markl sagt: „Hauptsache ist, dass der Apfel gut ankommt, ich habe noch keine negative Nachricht erhalten“. Finanziell rentiert hat sich die Züchtung seinen Worten nach bislang aber noch nicht. Rund 10 000 Euro, so schätzt Markl, haben allein die vielen Tests und Verfahren gekostet, die die neue Sorte bis zu ihrer Anerkennung durchlief.

Brigitte Gretschmann

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