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Tief in die Baustelle vordringen mussten die Feuerwehrkräfte am Gymnasium. 

Weilheim

Ab Mittwoch wieder Unterricht

Weilheim - Am Weilheimer Gymnasium kehrt nach dem Schwelbrand vom Montag langsam wieder Normalität ein.

Am Mittwoch findet wieder für alle Klassen Unterricht statt, ab Mittag soll die Schule auch wieder telefonisch erreichbar sein. Wie hoch der Schaden ist, steht aber noch nicht fest.

Am Gymnasium, das von rund 1300 Schülerinnen und Schülern besucht wird, soll ab Mittwoch wieder der Alltag einkehren. Gegen 15 Uhr stand am Dienstag fest: Der Unterricht findet wie gewohnt statt. „Die Luft in den Klassenzimmern weist keinerlei Schadstoffbelastungen auf“, so Direktorin Beate Sitek zur Heimatzeitung. Gegen 14 Uhr ging auch die Lautsprecheranlage wieder in Betrieb. Handsirene und Megaphon sind nun an Ort und Stelle für den Fall des Falles eines erneuten Stromausfalls im Gymnasium, in dem umfangreiche Bauarbeiten im Gange sind.

Laut Sitek hat die Information der Eltern über den Unterrichtsausfall am Dienstag für die 5. bis 11. Klassen gut funktioniert. Nur drei Schüler dieser Klassen kamen.

Die Messung der Raumluft in den Klassenzimmern war vom Landratsamt angeordnet und von der Firma „Terranorm“-GmbH in München vorgenommen worden. Acht Stunden lang wurde laut Landratsamtsprecher Hans Rehbehn Luft abgesaugt, ehe gestern Nachmittag die Ergebnisse vorlagen.

Auf dem Schulgelände werden am Mittwoch nicht nur Lehrer und Schüler, sondern auch Gutachter und Beamte Kriminalpolizei sein, um die Ursache für den Brand zu klären, der nach Stand der Dinge bei Schweißarbeiten in der Dämmung einer Deckenfuge ausgebrochen war, die sich zwischen dem Zentralbau und dem Haupteingang befindet. Von ihren Erkenntnissen hängt ab, ob die Firma für den Schaden aufkommen muss, so Rehbehn. Wie hoch dieser ist, dazu konnten seinen Worten nach noch keine Angaben gemacht werden.

Wie kompliziert die Angelegenheit ist, zeigt sich auch dadurch, dass die drei Weilheimer Feuerwehren über vier Stunden im Einsatz waren, ehe sie am Montag gegen 14 Uhr den Ort des Geschehens verlassen konnten. Die Löschversuche der Baustellenarbeiter seien weitgehend erfolgreich gewesen, so Weilheims Kommandant Konrad Bischel in seinem Pressebericht. „Durch die Feuerwehrkräfte mussten zu Nachlöscharbeiten aber Deckenbereiche von innen und außen geöffnet werden. Teilweise geschah dies unter besonderer Schutzkleidung, da nicht ausgeschlossen werden konnte, ob nicht asbesthaltiges Material durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen wurde“.

Dass am Gymnasium durch den Schwelbrand die Anlage für Durchsagen ausfiel, hat Folgen für alle Schulen, bei denen der Landkreis der Träger ist. Laut Behördensprecher Rehbehn wird nun in allen 17 Schulen überprüft, ob Handsirenen und Megaphone greifbar sind, wenn der Strom ausfällt. Mit ihnen sollen dann die Schüler gewarnt und informiert werden.

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