Noch ist der Weg weit zur Fair Trade Stadt Weilheim. dpa

Noch wird nicht fair gehandelt

Weilheijm - Die Stadträte in Weilheim sehen das „Fair Trade“-Siegel eher kritisch.

Im März 2015 erhielt Penzberg das Siegel als „Fair Trade-Stadt“. Ob und wann Weilheim bei der Aktion mitmacht, ist offen. Ein Antrag der Freien Wähler (FW), der dem Bau- und Umweltausschuss vorlag, konnte die Stadträte jedenfalls nicht überzeugen.

Laut Manfred Stork vom Stadtbauamt muss die Stadt fünf Kriterien erfüllen, um das Siegel zu halten: Der Stadtrat muss sich verpflichten, Fair Trade-Kaffee und mindestens ein weiteres Produkt in allen seinen Sitzungen zu verwenden; eine Gruppe aus drei Personen (Bürgermeister, Vertreter des Handels und der Agenda) muss alle Aktivitäten steuern; mindestens fünf Geschäfte, drei Gastrononiebetriebe, eine Schule oder Verein müssen mitmachen; es muss pro Jahr mindestens eine Aktion stattfinden und es müssen vier Berichte erscheinen.

„Wir erfüllen doch schon viele Kriterien“, warb FW-Stadträtin Romana Asam für den Antrag, zudem gebe es schon viele „Fair Trade“-Orte im engsten Umkreis. Doch ihre Ratskollegen blieben skeptisch. Klaus Gast (CSU) sprach von „Aktionismus“, Die BfW wollen sich laut Dr. Claus Reindl nicht verschließen, „ganz begeistert sind wir aber nicht“. Und Alfred Honisch (Grüne) sagte, vor einer Entscheidung sollte das Leitbild abgewartet werden.

Letztlich nahm das Gremium einen Vorschlag von Bürgermeister Markus Loth (BfW) an. Ehe weiter über den Antrag der FW beraten wird, werden Erfahrungsberichte aus Penzberg oder Herrsching und die Meinung des AK „Eine Welt“ der Agenda 21 eingeholt.

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