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Bereit für den „Kinderkulturtag“: (v.l.) Christian Alf, Christiane Herold, Hanni Selbherr und Jürgen Geiger samt Annika (l.) und Stella. 

Pfarreiengemeinschaft Weilheim

Ein Kulturtag für Kinder

Weilheim - Die Pfarreiengemeinschaft will am 9. April dem Nachwuchs Musik und Kunst näherbringen. Und das mit dem ersten Kulturtag für Kinder.

Die Pfarreiengemeinschaft will den Nachwuchs an Kunst und Musik heranführen: Erstmals findet dazu am 9. April der „Kinderkulturtag“ statt. Im „Haus der Begegnung“ wird ganztägig ein breites Angebot an Singen, Konzerten und Workshops mit Künstlern geboten. Gedacht ist der Tag für Kinder ab sechs Jahren in Begleitung der Eltern.

Die Idee dazu entstand im vergangenen Sommer. Hintergrund war das Camille-St.-Saens-Stücks „Karneval der Tiere“, dass das Kinderorchester der Pfarreiengemeinschaft vor rund zwei Jahren einstudiert hatte. „Das haben wir nur unter uns aufgeführt“, sagt Leiterin Hanni Selbherr. Natalia Alf habe daraufhin vorgeschlagen, eine öffentliche Aufführung zu veranstalten, erinnert sich Selbherr – und mit einem Kulturtag zu verbinden. So entstand ein vielfältiges Programm. „Kinder sollen für Kinder spielen und auch mit Erwachsenen zusammenspielen“, erklärt Musiker Christian Alf. „Wir wollen verschiedene Kunstformen zusammenbringen.“

Und so tritt das Kinderorchester mit seinem „Karneval der Tiere“ vor großem Publikum auf. Die zwölf Aktiven haben sich zum Musizieren auch Gäste eingeladen, berichtet die Leiterin. Selbherr hatte das Ensemble vor drei Jahren aus der Taufe gehoben. Zwölf junge Musiker zählt es, ansonsten spielt das Orchester regelmäßig bei Gottesdiensten und hat drei bis vier Auftritte im Jahr. Kirchenmusiker Jürgen Geiger lobt das Orchester als „eine Bereicherung“ für die Pfarreiengemeinschaft. Überhaupt sei er dankbar für die Initiative zum „Kinderkulturtag“. Geiger: „So machen wir Kunst für Kinder erlebbar.“

Dafür sollen die Workshops sorgen. Die Weilheimer Künstlerin Christiane Herold bietet passend zum Konzert des Kinderorchesters Malen zum Thema „Karneval der Tiere“ an. „Wir gestalten lustige Bilder mit Wasserfarben und Öl-Pastellkreiden auf Papier.“ Besondere Vorkenntnisse brauche es nicht, sagt sie, „das kann jeder.“

Für den Ballett-Workshop sicherte man sich sogar eine echte Ballerina: Natalia Kalinichenko war unter anderem an der Staatsoper Kiew und an der Bayerischen Staatsoper engagiert – und will in Weilheim die Kinder dazu bringen, Musik und Bewegung zu genießen. Dafür bringt die Tutzingerin eigens Ballettkinder aus ihrem Tanzstudio mit. Zusammen trommeln heißt es bei Michael Akpaglo: Der Musiker aus Ghana leitet mit Kirchenmusiker Geiger den Jugendchor und die Jugendband der Pfarreiengemeinschaft. Für beide Workshops sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Höhepunkt ist zum Abschluss die „Reise an ferne Orte“: Christian Alf am Piano und der Kinderchor der Hardtschule unter der Leitung von Jürgen Geiger entführen Zuhörer jeden Alters zu leisen, intensiven Klängen des armenischen Komponisten Georg I. Gurdjieff in die weite Welt der Musik. Dazu werden Kinderbilder von Heidi Altmann aus Asien gezeigt. „Musikstücke aus unterschiedlichen Religionen werden verbunden“, schwärmt Alf. Die Asien-Fotos würden bewusst gezeigt: „So sehen unsere Kinder, wie es woanders aussieht.“

Der Eintritt zum „Kinderkulturtag“ ist frei. Über Spenden freuen sich die Veranstalter aber, das Geld soll für weitere Veranstaltungen dieser Art genutzt werden oder einem guten Zweck dienen. Übrigens: Der Kulturtag soll nicht auf die Pfarreiengemeinschaft beschränkt bleiben, betont Hanni Selbherr.

Anmeldung

bis 6. April auf www.KuKu Ta.pg-weilheim.de. Dort gibt es auch weitere Infos.

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