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Fachliche Hilfe gab es wieder im vierten „Repair-Café“ vom Reparaturteam – alles ehrenamtlich. 

„repair“-Café“ im Müze

Lieber reparieren als wegwerfen

Weilheim - Zum vierten Mal fand das „repair“-Café“  statt. Diesmal wurden 26 defekte Geräte mitgebracht.

 In Amsterdam öffnete 2009 das weltweit erste „Repair-Café“, seit Anfang dieses Jahres hat auch Weilheim seine Einrichtung – im Mütterzentrum (Müze). Jeden dritten Samstag im Monat kann hier jeder mit reparaturbedürftigen Gegenständen kommen. Das Reparatur-Team umfasst drei Frauen und sieben Männern. Am Samstag fand der vierte „Repair-Tag“ statt: 26 Gegenstände wurden gebracht – darunter eine alte Pendeluhr, ein Radio, ein Drucker, ein Fahrrad und ein Akku-Schrauber.

„Die Leute kommen vorwiegend mit elektrischen Geräten“ sagt Müze-Leiterin Monika Welchert. „Ungefähr 70 Prozent können vor Ort repariert werden.“ Die interessierte Teilnahme an der Reparatur ist Voraussetzung für die ehrenamtliche Hilfe. Getreu dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ wolle man schon, „dass sich die Leute beim nächsten Mal vielleicht selber hintrauen“, sagt Welchert.

Die Leiterin stellt der „Repair“-Kundschaft insgesamt ein positives Zeugnis aus. „Das Projekt fällt auf sehr fruchtbaren Boden“, sagt die Müze-Chefin, die Besucher seien interessiert und sehr höflich. Die Kundschaft dankt in Form einer freiwilligen Spende an das Mütterzentrum. Vier Reparateure waren am Samstag im Einsatz. Unter ihnen erstmals ein syrischer Schneider – der gern auch mal nur einen Knopf annäht.  gro

Geöffnet

ist das „Repair-Café“ an der Augsburger Straße 4 jeden dritten Samstag im Monat von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Im Mai ist die Einrichtung jedoch wegen Renovierung geschlossen. Interessierte zum Reparieren melden sich vormittags im Mütterzentrum (Telefon 0881/49742).

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