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Im Boden sind Mauerreste des Gaswerks. Uwe Schilling (hinten) misst gerade die Belastung, als Stadtwerkechef Peter Müller die Baustelle besichtigt. 

Sanierung des früheren Stadtwerke-Geländes

Ein teures Erbe

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Weilheim - Auf dem früheren Stadtwerke-Gelände läuft eine der aufwändigsten Altlasten-Sanierungen in der Region. Sie kostet rund 1,4 Millionen Euro.

Uwe Schilling zieht sich einen Overall über, setzt eine Atemschutzmaske auf und steigt mit einem kleinen schwarzen Kästchen in der Hand tief in das große Loch, das auf dem ehemaligen Stadtwerkegelände an der Krumpperstraße klafft. Das keine schwarze Kästchen ist ein Photo-Ionen-Detektor (PID) mit dem die Belastung der Luft mit so genannten polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gemessen wird, die in Altöl und Teer als gefährliche Hinterlassenschaft der Stadtgas-Produktion im Boden schlummern.

Als Uwe Schilling zurückkommt, zeigt sein Gerät nichts an, obwohl durchaus ein fein stechender Geruch über dem Areal liegt. Ein Vertreter der Firma „Bauer Umwelttechnik“ (Schrobenhausen), die das Gelände saniert, erklärt das damit, dass die Nase ein hochempfindliches Organ sei. Er sieht auch keine Gefahr, dass es zu Belastungen kommen könnte. Der Detektor jedenfalls würde sie sofort anzeigen. Selbst auf die Belastung der Luft mit Zigarettenrauch reagiere er.

Sollte wider Erwarten dennoch eine zu hohe Konzentration auftreten, gebe es verschiedene Maßnahmen – vom Abdecken der Baustelle bis zum Absaugen. Zudem seien die Arbeiter mit Overalls und Masken geschützt. Die rund 13 000 Kubikmeter verseuchtes Erdreich, die an der Krumpperstraße ausgetauscht werden müssen, werden auf Deponien in Ostdeutschland gefahren.

Die Stadt Weilheim bekam schon vor Jahren die Auflage, das belastete Gelände zu sanieren. Bis 2014 hätte das geschehen sollen, die Frist wurde dann aber bis 2016 verlängert. Denn es war lange nicht klar, was mit den Stadtwerken passieren soll, die nach Abriss des Gaswerks auf dem Areal einen Neubau hinstellten. Schließlich fiel die Entscheidung für den Neubau an der Deutenhausener Straße.

Bis Juni wird die rund 1,4 Millionen Euro teure Sanierung abgeschlossen sein, so Stadtwerkechef Peter Müller bei einem Rundgang über das Gelände. Eng geht es dort zu. Rotes Kreuz, Feuerwehr und Kommunale Verkehrsüberwachung müssen sich immer wieder aufs Neue mit Einschränkungen durch die Baustelle arrangieren.

Bis Juni soll die Stadt dann auch wissen, wohin die Reise geht, so Müller. Sie habe zwar signalisiert, dass sie das Grundstück kaufen möchte, um den Blaulichtorganisationen Platz zur Erweiterung zu geben, entschieden sei aber noch nichts.

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