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Haltestelle in der Stadtmitte: Der Herzog-Albrecht-Platz ist Drehscheibe für die Stadtbusse. Doch der Belag weist Mängel auf.

herzog-Albrecht-Platz

Sanierung wirft viele Fragen auf

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Weilheim - Angesichts der Großprojekte in Weilheim muten die 300 000 Euro, die die Sanierung des Herzog-Albrecht-Platzes kostet, geradezu wie „Peanuts“ an. Die Debatte um die Bauarbeiten und die Folgen für die Haltestelle des Stadtbusses haben es aber in sich.

Der Vorschlag der Stadtwerke für einen neuen Bushalt.

Seit Jahren schon soll das Pflaster saniert werden, doch so einfach ist das nicht. Denn was dem Bodenbelag so zu schaffen macht, darüber gehen die Meinungen auseinander. Der ständige Stadtbusverkehr, von dem beim Bau der Tiefgarage noch nicht die Rede gewesen war, gilt als ein Grund, Mängel am Dach der im Jahr 2001 in Betrieb gegangenen Tiefgarage als ein anderer. Darüber hinaus müssen für die Zeit der Arbeiten für den Stadtbus Ersatzhaltestellen geschaffen werden.

Die Kosten für die Sanierung des Herzog-Albrecht-Platzes sorgten in der Etat-Sitzung des Stadtrates für einigen Wirbel, denn FDP-Stadträtin Saika Merx beantragte, so lange mit der Sanierung des Platzes zu warten, bis geklärt ist, „welche Beschädigungen an der Tiefgarage zu welchen Schäden an der städtischen Pflasterung geführt haben“. Merx: „In die Tiefgarage dringt Wasser ein.“ Zu klären sei, welchen Teil der Kosten die Stadt tragen muss und welchen die Eigentümergemeinschaft. „Das wird geprüft“, sagte Bürgermeister Markus Loth (BfW). Stadtkämmerer Christoph Scharf sagte auf Anfrage der Heimatzeitung, dass die 300 000 Euro lediglich für die Sanierung der Oberfläche des Platzes gedacht seien. Wenn klar sei, wer die Schäden verursacht habe, könnte über mögliche Schadensersatzforderungen gesprochen werden.

Für die Kunden des Stadtbusses ist aber vor allem eine Frage wichtig, nämlich die, wo ihr Bus während der Bauarbeiten im nächsten Jahr ab Frühjahr hält. Vorgesehen dafür sind die Haltestellen des RVO am Unteren Graben. Doch für Stadtwerke-Chef Peter Müller kann das nur ein Provisorium sein, denn wenn dort neben den Überlandbussen des Regionalverkehrs (RVO) auch Stadtbusse x-mal am Tag halten, sei ein Verkehrschaos vorprogrammiert. Im Übrigen so Müller, sei fraglich, ob die Stadtbushaltestelle samt Häuschen wegen der Dauerbelastung des Herzog-Albrecht-Platzes überhaupt dorthin zurückkehren kann.

Dem Stadtwerke-Chef schwebt deswegen eine große Lösung vor, eine, „die wirklich verkehrsgünstig sowie fahrgast- und fußgängerfreundich wäre“. Er schlägt vor, am Unteren Graben eine Haltestelle an die Stadtmauer zu rücken. Statt der Ampel-Kreuzung Unterer Graben/Cavaliergasse/Lohgasse könnte ein Kreisverkehr entstehen. Ein 26-Meter-Kreisel wie der Unterhausener Kreisel würde hinpassen, so Müller. Die Straße würde entlastet, Bäume müssten keine fallen und die Busfahrzeiten würden sich in Nord-Süd-Richtung verkürzen, führt er als Vorteile ins Feld. Die Idee ist mit den Busfirmen „Regionalverkehr Oberbayern“, und der Firma „Oppenrieder“ abgestimmt, berichtet Müller. Über die Kosten des Neubaus könne er noch nichts sagen, die Pläne lägen aber bereits im Rathaus.

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