Wird abgerissen und später wieder aufgebaut: Die südliche Zufahrt zur Tenne. Foto: Gronau

"Dietmayr-Anger" in Weilheim

Tennen-Auffahrt kommt weg – aber nur kurz

Für den Bau der Tiefgarage wird die südliche Auffahrt des denkmalgeschützten Stadels am "Dietmayr-Anger" abgerissen und neu errichtet.

Damit der Investor „Wohnbau Scheurer“ bei der geplanten Bebauung des „Dietmayr-Angers“ nicht „unnötig“ Zeit verliert, hat die Stadt im Herbst 2015 den dafür maßgeblichen Bebauungsplan „Südlich der Pöltner Kirche II“ in zwei Bereiche aufgeteilt: „Teilbereich I“ umfasst die geplanten Wohnblöcke (insgesamt rund 80 Wohnungen) und den Bettentrakt des vorgesehenen Hotels, „Teilbereich II“ den denkmalgeschützten Stadel, der für Hotel und Gastronomie umgebaut werden soll.

Für „Teilbereich I“ ist der Bebauungsplan inzwischen rechtskräftig, im März hat der Bayerische Verfassungsgerichtshof eine Popularklage dagegen als unzulässig und unbegründet abgewiesen.

Nun ging es im Bauausschuss des Stadtrates um „Teilbereich II“ – wenn auch nicht ums Innere des Stadels: Dessen Sanierung stimmt Scheurer mit dem Landesamt für Denkmalpflege ab, sie betrifft nicht die Festsetzungen des Bebauungsplanes. Gefragt war der Bauausschuss in seiner April-Sitzung jedoch wegen der südlichen Auffahrt zu der Tenne: Weil die Tiefgarage nahe an den Stadel heranrückt, soll diese Auffahrt für die Bauarbeiten abgerissen und danach, mit Fertigstellung der Außenanlagen, wieder aufgebaut werden. Der Ausschuss stimmte einmütig zu – denn die bestehende Auffahrt sei nicht mehr „original“, wie Manfred Stork, Chef der Bauverwaltung im Rathaus, erklärte: Jüngste Untersuchungen hätten ergeben, dass es sich sowohl von der Ausführung als auch vom Material her nicht mehr um die ursprüngliche historische Situation handle.

Optisch seien beide Tennenauffahrten „für das Gebäude wichtig“, so Rathausmitarbeiter Stork. Die Auffahrt, die der Investor abreißen lässt, werde aber etwas verkürzt wieder aufgebaut. „Wenn es mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgesprochen ist, spricht nichts dagegen“, sagte BfW-Stadträtin Brigitte Holeczek und war sich darin mit allen Kollegen im Bauausschuss einig. mr

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